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Der Diamantschliff

« Brillanz und Charakter für Ihren Verlobungsring »

Der Diamant ist der wohl außergewöhnlichste Edelstein. Er ist nicht nur der härteste Stein in der Natur, er bezaubert auch mit seinem außergewöhnlichen Glanz. Bereits die legendäre Marilyn Monroe sang: „Diamonds are a girl´s best friend.“. Doch welche Diamantschliffe gibt es eigentlich? Und welche werden beim Verlobungsring verwendet?

Warum der perfekte Diamantschliff so wichtig ist

Der Diamantschliff, der auch Cut genannt wird, macht den Edelstein zu einem Unikat. Durch ihn wird der einzigartige Charakter des Diamanten betont. Seine Brillanz kommt richtig zur Geltung. Neben den drei anderen Qualitätskriterien Farbe (Colour), Reinheit (Clarity) und Karat (Carat) gehört der Schliff zu den 4 C’s, durch die der Wert eines Diamanten bestimmt wird. Er beeinflusst den Schmuckstein in Hinblick auf die Qualität offensichtlich und lässt ihn besonders ausdrucksstark erscheinen – perfekt für jeden Verlobungsring. Durch den Cut wird außerdem die Brechung des Lichtes im Diamanten gelenkt. Die so erzeugte Lichtbrechung ist maßgeblich für das Funkeln verantwortlich. Ist der Diamantschliff perfekt, wird der von oben einfallende Lichtstrahl so von den einzelnen Facetten des Steins reflektiert, dass er nach oben hin wieder zurückgestrahlt wird. Bei einem weniger perfekten Schliff wird der Lichtstrahl seitlich oder nach unten hin abgelenkt, was die Optik etwa beeinträchtigt.

Diamant während des Feinschliffs

Der Brillantschliff

Am besten erforscht ist der klassische, runde Brillantschliff. Für diesen wurde mit mathematischer Präzision festgelegt, wo und wie die einzelnen Facetten angelegt sein müssen, um das Feuer im Diamantring zu erwecken. Ein perfekt ausgeführter Brillantschliff bringt die Brillanz des Diamanten am besten zur Geltung, weil das Licht auf optimale Weise zurückgeworfen wird und in die Regenbogenfarben zerlegt wird. Ein optimales Funkeln des Brillanten kann jedoch nur erreicht werden, wenn Kompromisse hinsichtlich des Farbspiels eingegangen werden. Andersherum lassen sich die Diamantfarben nur erwecken, wenn auf einen Teil des Feuers verzichtet wird. Der heute im Trend liegende Diamantschliff bildet einen Kompromiss dieser beiden Möglichkeiten: der Diamant wird so geschliffen, dass sowohl ein möglichst großes Funkeln als auch ein hübsches Farbspiel im Diamantring zu sehen ist.

          Golden Sensation       Le Missio 0,41 ct.       Moreen 0,57 ct.

Hearts and Arrows

Hearts and Arrows bildet eine Sonderform des Brillantschliffs, bei dem auf der Oberseite acht nach außen weisende Pfeile und auf der Unterseite acht Herzen zu sehen sind. Dieser Schliff wurde in Japan entdeckt und patentiert. Da der Hearts and Arrows Schliff sehr kompliziert ist und sehr präzise ausgeführt werden muss, sind entsprechende Schmucksteine sehr teuer. Hinzu kommt, dass hierbei ein größerer Gewichtsverlust des Steines zu verzeichnen ist als beim klassischen Brillantschliff.

Der Altschliff

Der Brillantschliff wird in seiner heutigen Präzision erst seit 1910 angewandt. Vorher gab es viele verschiedene andere, sogenannte Altschliffe. Entstanden ist dieser Diamantschliff im 14. Jahrhundert. Vorher wurden die Diamanten nur in ihrer ursprünglichen Form verwendet. Der Altschliff ist gekennzeichnet durch diese ursprüngliche Form, die durch eine Polierung der Seiten des Edelsteines optimiert wurde.

Verschiedene Schliffstile

Der Emerald Cut oder Smaragdschliff

Auch sehr bekannt ist der Emerald Cut. Er gehört zu den sogenannten Step Cuts. Dies sind Formen, die durch langgezogene und parallel angeordnete Facetten gekennzeichnet sind, die in ihrem Aussehen an Treppenstufen erinnern, was diesem Schliff den Namen gegeben hat. Im Gegensatz zum Brillantschliff wird bei den Step Cuts nicht auf die Leuchtkraft des Steins abgezielt, sondern die Reinheit des Steins wird in den Mittelpunkt gestellt. Der Name des Smaragdschliffs leitet sich daraus ab, dass dieser Schliff früher hauptsächlich für Smaragde verwendet wurde. Weil durch die langgezogenen Facetten des Emerald Cuts alle Unreinheiten des Steins sofort ins Auge fallen, sollte dieser Diamantschliff nur bei makellosen Steinen angewandt werden. Die feine Politur der Oberflächen, mit denen der Schliff abgeschlossen wird, verstärken diesen Effekt.

Der Princess Cut oder Prinzess-Schliff

Der quadratische Princess Cut gehört zu den sogenannten Mixed Cuts, einer Mischform aus Brillant- und Step Cut. Kennzeichnend für diesen Schliff ist die Anordnung der Facetten in einer Kombination aus sternförmig und parallel verlaufend. Er wurde 1965 von Basil Watermeyer entwickelt. Da der Diamantschliff durch Watermeyer patentiert wurde, hielt sich seine Verbreitung zuerst in Grenzen. Nachdem das Patent ausgelaufen war, stieg die Verbreitung an.

The Princess 0,5 ct.   The Princess 0,5 ct.   The Princess 0,5 ct.

Baguette oder Radiant

Der Baguette Diamantschliff gehört zu den Mixed Cuts. Er ist rechteckig oder quadratisch sowie an den Ecken abgeflacht und zeichnet sich durch das typische Funkeln des Brillantschliffs und der Eleganz des Smaragdschliffs aus. Aufgrund der abgeflachten Ecken ist auch hier auf die Verwendung einer geeigneten Fassung für den Verlobungsring zu achten.

Welcher Diamantschliff für den Verlobungsring?

Der Verlobungsring ist, wie auch der Trauring, ein ganz besonderer Ring. Er soll das Ewige und das Kostbare der Liebe symbolisieren. Aus diesem Grund wird dem Ring oft ein Diamant hinzugefügt – das perfekte Symbol der Schönheit und der Ewigkeit. Kein anderer Edelstein strahlt so hell und rein.

Einzelanfertigung auf Wunsch

Die klassische Variante des Verlobungsrings ist der Brillant. Wie oben aber bereits beschrieben, stehen aber auch viele andere schöne Diamantschliffe zur Auswahl. Da der Verlobungsring ebenso wie der Trauring jeden Tag getragen wird, empfehlen wir den Brillanten. Dieser Schliff zeichnet sich durch außergewöhnliche Brillanz aus und verleiht dem Diamantring eine sehr kompakte und damit langlebige Form.


Beitragsbild: © Björn Wylezich – stock.adobe.com
Bild 1 (Schleifvorgang): © olivier – stock.adobe.com
Bild 2 (Verschiedene Schliffvarianten): © SpbPhoto – stock.adobe.com