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Der perfekte Ring

Diamant-Schliffarten

Diverse Diamant-Schliffarten

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Erst durch den Schliff bekommen Diamanten und Farbedelsteine ihre endgültige Form und ihren bezaubernden Glanz. Für Diamanten werden in aller Regel Facettenschliffe verwendet, um deren Klarheit und perfekte Brillanz optimal zur Geltung zu bringen. Wir stellen die beliebtesten Diamant-Schliffarten mit ihren Besonderheiten vor und zeigen, dass ein Verlobungsring mit Diamant abhängig von der Schliffart ganz unterschiedlich wirken kann.

Das härteste Material der Welt

Ein Diamant ist hart – so hart sogar, dass er von keinem anderen Material geritzt beziehungsweise geschliffen werden kann. Gleichzeitig ist er aber sehr spröde: Schon ein fester Schlag mit einem Hammer kann ihn in unzählige kleine Steine zerspringen lassen. Diese Einzigartigkeiten sowie sein in geschliffenem Zustand unvergleichliches Funkeln machen den Schmuckstein zu etwas ganz Besonderem und einfach perfekt für einen Verlobungsring. Ganz klassisch wird dafür ein Solitärring gewählt, häufig mit einem geschliffenen Einkaräter, der alle Blicke auf sich zieht. Um den Wert des Steins zu bestimmen, werden die sogenannten 4C genutzt: Carat (Gewicht), Color (Farbe), Cut (Schliff) und Clarity (Reinheit). Je größer, heller, besser geschliffen und reiner, desto teurer ist der Stein, der natürlich auch in einem Trauring bestens zur Geltung kommt.

Expertin begutachtet Diamant mit Uhrmacherlupe - Diamant-Schliffarten

Der Facettenschliff sorgt fürs Funkeln

In seiner unbearbeiteten Rohform ist der Schmuckstein bezüglich seiner Qualität auch mit modernsten Verfahren nur sehr schwierig zu beurteilen. Erst perfekt geschliffen kann er die gewünschte Brillanz entwickeln, für den er so beliebt ist. Vom Grundsatz her wird zwischen dem Glattschliff und dem das typische Funkeln erzeugenden Facettenschliff, von dem es wiederum viele Arten gibt, unterschieden. Viele der Facettenschliffe gibt es in dieser Form erst seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts, als unter anderem der sehr bekannte Brillantschliff entwickelt wurde. Heute werden nahezu ausschließlich Facettenschliffe als Diamantenschliff verwendet, denn so wird das einfallende Licht am besten gestreut, was für exklusive Schmuckstücke besonders wichtig ist. Glattschliffe mit einer ebenen Steinoberfläche werden meist für farbige Schmucksteine verwendet.

Diamanten aus der Catoca-Mine in Angola - Diamant-Schliffarten

Die folgenden Facettenschliffe gehören zu den beliebtesten Diamant-Schliffarten:

1. Der Baguetteschliff

Zurückhaltend und elegant – so kann man diesen Diamantenschliff wohl am ehesten beschreiben. Der Baguetteschliff mit seinen lediglich 14 Facetten wird von seinem Namen her oft auf das längliche französische Brot zurückgeführt, der Begriff passt aber ebenso gut zum ebenfalls französischen Wort „bague“, mit dem ein Ring oder ein anderes kleines Schmuckstück gemeint ist. Ein Stein im Baguetteschliff, der um 1912 vom weltberühmten Juwelier Cartier bekannt gemacht wurde, passt wunderbar in einen schlichten Verlobungsring oder Ehering und erinnert an Schmuck aus der Zeit der Art Déco. Wer den Vintage-Stil liebt, dem gefällt ein Diamantring mit dem geradlinigen Schliff ganz sicher besonders gut. Definitiv steht die Reinheit des Steins noch vor seiner Brillanz bei dieser Schliffart klar im Fokus.

Spannring Baguette aus 950 Platin mit Diamant (0,06 ct.)

2. Der Brillantschliff

Brillanten sind eine eigene Art von Steinen – so ist es noch immer häufig zu hören. Stimmt aber nicht, denn erst der Schliff macht einen Diamanten zum Brillanten. Was aber auf jeden Fall stimmt, ist, dass es sich bei einem Verlobungsring mit Brillant um die bekannteste und auch beliebteste Diamantform handelt: Ganz klar der Klassiker unter den Schliffarten, führt der runde geschliffene Stein besonders bei Verlobungsringen die Hitliste an. Beim Brillantschliff, der 1919 in Antwerpen entwickelt wurde, handelt es sich um einen Schliff mit je nach exakter Ausführung 57 oder 58 symmetrisch angeordneten Facetten, bei dem die Brillanz, also das wunderschöne Funkeln des Steins, absolut im Vordergrund steht. Das einfallende Licht wird gespiegelt und bei perfekt geschliffenen Steinen bis in die sieben Spektralfarben gebrochen. Aufgrund des runden Schliffs wirkt ein Brillant bei gleichem Karatgewicht etwas kleiner als die anderen Diamantformen.

Le Sole 0,58 ct. Labor-Diamant Solitärring aus 585 Weißgold mit Diamant

3. Der Herzschliff

Eine der perfekten Diamant-Schliffarten für alle Damen, die hoffnungslos romantisch sind! Die Grundform bei diesem Schliff ist ein Herz, das ewige Symbol für die große Liebe. Ähnlich wie ein Brillant, wirkt auch ein Herzdiamant vor allem durch seine Brillanz und seinen wunderschönen Glanz. Je größer der Herzdiamant im Ring, desto deutlicher kommt seine Herzform zur Geltung – ein Einkaräter sollte es schon sein, wenn man das Herz wirklich direkt als solches erkennen möchte.

Klassik Heart 0,50 ct. Solitärring aus 750 Roségold mit Diamant (0,5 ct.)

4. Der Ovalschliff

Im Grunde eine ovale Form des runden Brillantschliffs, wirkt der Ovalschliff mit seiner länglichen oberen Facette, die auch als Tafel bezeichnet wird, bei gleichem Karatgewicht größer. Mehr Edelstein für das gleiche Geld, sozusagen – zumindest optisch. Was sein charakteristisches Funkeln und die Brillanz angeht, überzeugt ein Edelstein im Ovalschliff auf ganzer Linie. Als Verlobungsring ist er besonders für Damen mit etwas breiteren Fingern geeignet, da er diese durch seine ovale Form deutlich schmaler und länger wirken lässt.

5. Der Kissenschliff

Fast wie ein frisch aufgeschütteltes Kissen, so wirkt diese Schliffart mit ihren abgerundeten Ecken auf den Betrachter. Edelsteine in diesem auch als Cushion Cut bezeichneten Schliff haben große Facetten, sie wirken klassisch-elegant, ohne einen Touch Romantik vermissen zulassen. Der Kissenschliff wurde bereits im 19. Jahrhundert entwickelt und erlebte seine absolute Blütezeit in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Heute gehört er zu den Schliffarten, die besonders für einen Solitärring zur Verlobung gefallen – gerne kombiniert mit kleineren, flankierenden Seitensteinen.

Kissenschliff (Cushion Cut)

6. Der Prinzessinnenschliff (Princessschliff)

Beim sogenannten Princess Cut handelt es sich um eine der Diamant-Schliffarten, die eine wahrhaft luxuriöse und absolut elegante Ausstrahlung haben. Wer lieber etwas anderes als einen rund geschliffenen Edelstein am Finger tragen möchte, für den ist ein Antragsring mit Prinzessinnendiamant, im Grunde die viereckige Form des Brillanten, genau richtig. Diese moderne Schliffart wurde 1979 kreiert und gehört heute zu den beliebtesten Formen vor allem für Verlobungsringe.

The Princess 0,50 ct. Solitärring aus 950 Platin mit Diamant

7. Der Smaragdschliff

Wie beim Baguetteschliff steht auch beim Emeraldschliff, so eine andere Bezeichnung für den Smaragdschliff, die Brillanz des Steins zugunsten seiner Reinheit ein wenig im Hintergrund. So geschliffene Steine sind quadratisch oder rechteckig. Der Smaragdschliff gehört zu den sogenannten Treppenschliffen, da seine parallel angeordneten, langen Facetten optisch an die Stufen einer Treppe erinnern. Ihren Namen hat die Schliffart daher, dass sie ursprünglich für Smaragde entwickelt wurde. Kleine Einschlüsse oder andere Makel fallen aufgrund der großen oberen Facette sofort ins Auge – dieser Schliff zählt zu den Diamant-Schliffarten, die vornehmlich für Steine von größter Reinheit geeignet sind. Perfekt geschliffen, gefallen solche Steine vor allem Damen, die extravaganten und dennoch eleganten Schmuck lieben und gerne auffallen.

Glory 0,68 ct. Solitärring aus 950 Platin mit Diamant (0,5 ct. + 0,18 ct.)

8. Der Tropfenschliff

Der Name ist hier Programm, denn ein Edelstein in diesem Diamantenschliff erinnert in seiner Form an einen Tropfen oder auch an ein Pendel – daher die alternative Bezeichnung Pendeloque. Ein tropfenförmiger Diamantring steht mit seiner Brillanz einem Brillantring nur unwesentlich nach, ist aber deutlich außergewöhnlicher. Mit einem abgerundeten und einem spitzen Ende kann ein Tropfendiamant sowohl in einem Verlobungsring mit Diamant eingefasst werden, aber auch einen Trauring zieren. Beim Einfassen des Steins muss man unbedingt darauf achten, dass die Spitze von der Fassung beziehungsweise von einer der Krappen geschützt wird. Zu schnell könnte diese zerbrechliche Stelle sonst durch einen Stoß beschädigt werden oder im schlimmsten Fall abbrechen.

Klassik Pear Solitärring aus 750 Gelbgold mit Diamant (0,5 ct.)


Bildquellen:
Beitragsbild: © Manutsawee – stock.adobe.com
Expertin begutachtet Edelstein mit Uhrmacherlupe: © megaflopp – stock.adobe.com
Diamanten aus der Catoca-Mine in Angola: Von Helgi – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=25361300

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