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Die Checkliste für nach der Hochzeit

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Nach dem Hochzeitstag stehen meist erst einmal die Flitterwochen an. Aber irgendwann ist auch diese traumhafte Zeit zu zweit vorbei und der Alltag muss organisiert werden. Unsere Checkliste zur Hochzeit hilft Ihnen bei der Planung Ihres neuen Lebens als Ehepaar. Wir erklären woran Sie denken müssen, wenn die Eheringe endlich an der Hand glänzen!

Namensänderung

Die wohl offensichtlichste Änderung nach dem Hochzeitstag ist zumeist die Namensänderung, die einen der Ehepartner betrifft. Aber auch der Partner, der seinen Namen behält, muss sich daran gewöhnen, dass sein Name nun zu beiden gehört. Weil es ein besonderer Moment ist, den Namen zu ändern oder mit dem Partner den eigenen Namen zu teilen, ist es schön, wenn der Gang zum Einwohnermeldeamt gemeinsam getätigt wird, um die Namensänderung in allen wichtigen behördlichen Dokumenten zu veranlassen. Wenn alle Formalitäten erledigt sind, lässt sich die nun offizielle Zusammengehörigkeit mit einem gemütlichen Brunch oder im Lieblingsrestaurant feiern.

Ein wunderschöner Ehering für den zukünftigen Partner

Natürlich müssen auch alle anderen Vertragspartner über die Namensänderung durch die Hochzeit informiert werden. Hilfreich ist hier eine Checkliste. Setzten Sie ein Standardschreiben auf, das Sie nur noch an den entscheidenden Stellen anpassen müssen. Besonders wichtig sind Banken und Versicherungen. Vergessen Sie aber auch Ihre Abos und Vereine nicht!

Hilfreich ist es, den alten Namen noch eine Weile im Nachgang zur Hochzeit am Türschild zu belassen, bis sich die Änderung überall herumgesprochen hat. Dies hilft auch dem Postboten, Briefe mit dem alten Namen schnell zuordnen zu können. Eine Namensänderung in Ihrem Führerschein ist übrigens nicht erforderlich. Diesen können Sie auf Ihren alten Namen ausgestellt lassen. Sie sollten jedoch Ihren Personalausweis oder Ihren Reisepass immer dabeihaben, um sich notfalls ausweisen zu können.

Steuerklasse

Vor der Heirat sind Sie meistens der Steuerklasse 1 zugeordnet. Ab dem Hochzeitstag werden Sie automatisch der Steuerklasse 4 zugeordnet, wenn Sie beide berufstätig sind. Ob es jedoch sinnvoll ist, dies beizubehalten, kommt auf den Einzelfall an. Weil sich an dieser Stelle viel Geld sparen lässt, sollten Sie sich ein wenig mit dieser Thematik beschäftigen.

Verdienen beide Partner ungefähr gleich viel, brauchen Sie keine Änderung veranlassen und können in der Steuerklasse 4 bleiben. Im Rahmen der Steuererklärung erhalten Sie aufgrund des Ehegattensplittings oft eine Rückzahlung. Sie können aber auch die Steuerklasse 4 „mit Faktor“ wählen. Hier werden gleich zu Beginn Ihr Jahresbruttoeinkommen sowie Ihre Vorsorgeaufwendungen geschätzt und entsprechend berücksichtigt. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass Sie relativ zielgerichtet Ihre Steuern zahlen können und auf diese Weise mögliche Nachzahlungen vermieden werden können.

Mit der Hochzeit kann auch über einen Wechsel der Steuerklasse nachgedacht werden

Besteht ein größerer Unterschied zwischen Ihren beiden Einkommen, sollten Sie sich für die Kombination aus den Steuerklassen 3 und 5 entscheiden. Hierbei erhält der Partner mit dem geringeren Einkommen die Steuerklasse 5 und der Partner mit dem höheren Einkommen die Steuerklasse 3. Auf diese Weise zahlen Sie insgesamt zum Teil deutlich weniger Steuer, als wenn Sie beide in Steuerklasse 4 bleiben würden.

Arbeitet nur einer der Partner, so erhält er automatisch die Steuerklasse 3. Wichtig zu beachten ist in diesem Fall, dass die Steuerklasse 3 ungünstig ist, falls dieser Partner seine Arbeit verlieren sollte. In diesem Fall kann die Steuerklasse nicht einfach geändert werden. Grundsätzlich ist eine Änderung der Steuerklasse nämlich für das Ehepaar nur einmal pro Jahr möglich.

Sparen

Ganz wichtig ist vielen Paaren das Sparen für ein gemeinsames Ziel. So soll nach der Heirat vielleicht ein Haus oder eine Wohnung gekauft werden, es sind Kinder geplant oder die Altersvorsorge soll auf eine stabile Basis gestellt werden. Da es sich zumeist um größere Sparziele handelt, kommen Sie um eine gute Planung nicht herum, wenn Sie nicht viel Geld verschenken wollen. Hilfreich ist hier eine Checkliste, um den Überblick zu behalten. Grundsätzlich gilt beim Sparen: je früher Sie mit einem gezielten und wohlüberlegten Sparen beginnen, desto leichter lässt sich Ihr Ziel erreichen.

Möchten Sie ein Haus oder eine Wohnung kaufen, sollten Sie einen Bausparvertrag ins Auge fassen. Dies ist eine gute Lösung für Ihre langfristige Planung, weil Sie zuerst über einige Jahre ansparen, um dann ein zinsgünstiges Darlehen zu erhalten. Möchten Sie jedoch schneller in ein eigenes Haus ziehen, sollten Sie sicher sein, dass Ihnen mindestens zwanzig Prozent des Kaufbetrages an Eigenkapital zur Verfügung steht. Erst dann werden Sie nämlich in der Position sein, mit Ihrer Bank eine preisgünstige Finanzierung aushandeln zu können.

Sparen ist nach der Hochzeit ein wichtiges Thema

Auch, wenn es sich zuerst anhört, als ob dieses Thema noch in weiter Ferne ist, sollten Sie sich schon jetzt um Ihre Altersvorsorge kümmern! In den meisten Fällen reicht nämlich die gesetzliche Rente nicht aus, um einen angenehmen Lebensstandard im Alter aufrecht erhalten zu können. Sie müssen also privat vorsorgen. Je früher Sie mit der Vorsorge beginnen, desto leichter ist es, denn die Beiträge sind niedriger, je früher Sie damit beginnen, Ihre Altersvorsorge aufzubauen. Sie sollten sich daher nicht von diesem „langweiligen“ Thema abschrecken lassen! Beginnen Sie nämlich erst spät mit dem Aufbau einer Altersvorsorge, wird Sie dies teuer zu stehen bekommen, weil Sie mit wesentlich höheren Beiträgen rechnen müssen. Da dieses Thema sehr komplex ist und immer die individuellen Gegebenheiten und Möglichkeiten berücksichtigt werden müssen, sollten Sie sich an einen guten Berater wenden, der Ihnen hier weiterhilft.

Ein wenig schwierig sind aufgrund der derzeit sehr niedrigen Zinsen alle anderen Möglichkeiten des Sparens. So erhalten Sie auf Tagesgeldkonten oder auf Festgeldkonten kaum Zinsen, was auf längere Frist einen Geldverlust bedeuten kann. Hier werden Sie daher nicht darum herumkommen, sich eine Checkliste anzulegen und sich über die aktuellen Möglichkeiten und Angebote zu informieren, um dann zusammen mit Ihrem Bankberater die sinnvollste Vorgehensweise auszuwählen.

Ehevertrag

Um einen langwierigen und nervenaufreibenden Streit bei einer möglichen Trennung zu umgehen, entscheiden sich viele Paare für einen Ehevertrag, in dem vorab alles Wichtige geregelt wird. Zugegeben – ein Ehevertrag hört sich nicht wirklich romantisch an. Jedoch sollten Sie sich unter bestimmten Voraussetzungen trotzdem mit diesem Thema beschäftigen, um für den Fall der Fälle auf der sicheren Seite zu sein. Sie sollten einen Ehevertrag abschließen, wenn Sie über sehr unterschiedlich hohe Vermögen verfügen, wenn einer von Ihnen selbstständig ist oder ein Unternehmen besitzt, oder wenn Sie unterschiedliche Nationalitäten besitzen.

Ggf. sollte über einen Ehevertrag nachgedacht werden

Nachbereitung zur Hochzeit

Holen Sie am besten noch einmal Ihre Checkliste zur Hochzeit hervor, um nichts zu vergessen! Neben dem Bezahlen der Rechnungen und dem Dank an die Unternehmen und Personen, die zu der tollen Feier beigetragen haben, wollen auch die Danksagungen an die Gäste geschrieben werden. Wählen Sie schöne Karten aus, die aussagen, was Sie fühlen. Besonders viel Spaß macht es, die Gäste im Nachgang zur Hochzeit mit kleinen Erinnerungen zu überraschen. Auch das Versenden von Bildern von der Hochzeit oder der Aufbau einer Webseite mit Bildern und Erlebnissen von der Feier sind eine tolle Idee und lassen die Erinnerung an einen wundervollen Tag lebendig bleiben.


Beitragsbild: © prostooleh – stock.adobe.com
Brautpaar mit Ringen in der Hand: © alenazamotaeva – stock.adobe.com
Ringe um Geldscheine gewickelt: © Andrey Cherkasov – stock.adobe.com
Ehevertrag: © Africa Studio – stock.adobe.com