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Der perfekte Ring

Die gängigsten Edelsteinschliffe im Vergleich

Edelsteinschliffe

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Unvergleichliches Funkeln und klassische Eleganz – beim Verlobungsring fällt die Wahl meist auf einen Solitär. Dieser muss kein Diamantring mit einem Stein im runden Brillantschliff sein, denn es gibt viele andere Edelsteinschliffe, mit denen sich wunderschöne Schmuckstücke herstellen lassen. Wir stellen verschiedene Schliffe mit ihren Besonderheiten vor und zeigen, zu wem welcher Cut für den begehrten Edelstein passt.

Der Brillantschliff

Noch immer ist der Glaube weit verbreitet, dass Diamant und Brillant zwei unterschiedliche Worte für eine Sache sind. Das stimmt so nicht: Zwar ist jeder Brillant ein Diamant, umgekehrt trifft das allerdings nicht zu. Der Brillantschliff ist lediglich eine von vielen Schliffformen – allerdings mit großem Abstand die beliebteste. Durch diesen Facettenschliff entsteht ein runder Diamant, in dem sich das Licht wunderbar widerspiegelt und den Edelstein in größtmöglicher Brillanz erstrahlen lässt. Der berühmte Edelsteinschliff wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt und bildet zusammen mit einer Fassung aus Weißgold den klassischen Verlobungsring. Je nach Geschmack und Hautton der Trägerin sind neben Weißgold natürlich auch Kombinationen mit anderen Legierungen möglich. Ein Diamant im Brillantschliff wirkt am Finger stets sehr elegant und begeistert mit feurigem Glanz.

Maja 0,25 ct.  The One 0,15 ct.

Der Marquiseschliff

Einem Brillanten ähnlich, jedoch länglich geschliffen, überzeugt solch ein Edelstein ebenfalls mit höchster Brillanz und strahlendem Funkeln. Auch als Navette-Diamanten bezeichnet, sind auf diese Art geschliffene Steine oval und laufen in spitzen Enden aus. Sind die Edelsteine für den Antragsring im Marquiseschliff gearbeitet, so wirken sie durch die längliche Form etwas größer, als wenn sie rund geschliffen wären. So ein Ring ist außergewöhnlich und passt zu Frauen, die mit ihrem Schmuck ihren Stil fernab des Mainstreams unterstreichen möchten. Man sagt, dass der Marquiseschliff in der Mitte des 18. Jahrhunderts von König Ludwig dem XV. in Auftrag gegeben wurde und in seiner Form an das Lächeln seiner Mätresse, der Marquise de Pompadour, erinnern soll. Wer übrigens eher kurze und etwas dickere Finger hat, kann diese mit einem Edelstein im Marquiseschliff optisch ein wenig strecken.

Ring im Marquiseschliff

© Vladimir Sazonov – stock.adobe.com

Der Tropfenschliff

Auch als Pendeloque- oder Tränenschliff bezeichnet, ist schnell ersichtlich, woran dieser Edelsteinschliff erinnert: Mit einem spitzen und einem runden Ende gleicht er einem Tropfen, einem Pendel oder einer Träne. Einfach ausgedrückt, handelt es sich bei diesem Cut um ein „Mittelding“ aus Brillantschliff und Marquiseschliff. Vorformen dieses Schliffs sind bereits im 15. Jahrhundert entstanden und wurden beständig zur heutigen Form weiterentwickelt. Wer einen außergewöhnlichen Verlobungsring sucht, liegt hier genau richtig, findet man Edelsteine mit diesem Schliff doch lange nicht an jeder Hand.

Die Brillanz so geschliffener Edelsteine ist hoch, sie strecken durch ihre längliche Form den Finger und fallen auf, wirken dabei aber nicht zu extravagant. Auch für romantisch veranlagte Damen, die den klassischen Brillantschliff nicht möchten, ist ein Ring mit Tropfendiamant geeignet. Man sollte allerdings nicht vergessen, dass die Alltagstauglichkeit solcher Ringe etwas eingeschränkt ist, da das spitze Ende trotz der Härte des Diamanten zerbrechen kann. Eine spezielle Fassung, bei der das verwendete Edelmetall den Stein schützt, ist unbedingt notwendig.

Klassik Pear

Der Baguetteschliff

Ganz anders als bei den bisher vorgestellten Edelsteinschliffen, steht beim Baguetteschliff nicht die Brillanz im Vordergrund, sondern die Reinheit. Der Stein ist bei diesem Cut gerade und rechteckig geschliffen. Nicht umsonst ist er nach dem französischen Baguette benannt, erinnert er ebenso wie dieses in seiner Form doch an einen Stab. Mit ihrer schlichten Optik eignen sich Steine mit diesem Edelsteinschliff besonders gut für Verlobungsringe, mit denen die stilistische Individualität der Trägerin ihren Ausdruck findet. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt, wurde der Baguetteschliff von der weltberühmten Schmuckfirma Cartier erstmals verwendet. Mit seinen an Treppen erinnernden Facetten war dieser Cut besonders zur Zeit des Art Deco sehr beliebt und ist es heute wieder. Diamanten im klaren Baguetteschliff passen zu klassischen und eleganten Frauentypen. Sehr schön ist es, wenn zusätzlich kleine Diamanten auf der Ringschiene das Schmuckstück zu einem wirklichen Highlight an der Hand der Trägerin machen.

Ringe mit Edelstein im Baguetteschliff - Edelsteinschliffe

Der Smaragdschliff

Wenn der Verlobungsring im Vintage-Look gearbeitet sein soll, eignet sich ein Ring im Smaragdschliff, auch als Emerald-Cut bezeichnet, besonders gut. Edelsteine, die so geschliffen wurden, haben eine rechteckige Form und überzeugen weniger mit der Brillanz, sondern mit der Reinheit der Steine. Wer eine außergewöhnliche Optik schätzt, wird diesen facettierten Edelsteinschliff, der an eine Treppe erinnert, lieben. Wie auch der Baguetteschliff, ist der Smaragdschliff stark von der Zeit der Jahrhundertwende inspiriert. Bereits der Name verrät, dass dieser Cut ursprünglich für Smaragde entwickelt wurde. So geschliffene Steine sollten eine gewisse Größe haben, damit ihre Reinheit schön zur Geltung kommen kann – ideal also für Damen, die zwar einen klassischen Solitär tragen, aber gerne auch ein wenig auffallen möchten.

Emeralda Solitärring

Der Princess Schliff

Jetzt wird es romantisch! Wenn ein Ring mit Princess Cut nicht schon vom Namen her von einer märchenhaften Hochzeit im Stil einer Prinzessin träumen lässt, dann tut es sein Aussehen allemal. Dieser Edelsteinschliff wurde erst 1981 erfunden und hat sich innerhalb weniger Jahrzehnte bereits zu einer sehr beliebten Form entwickelt, wenn es um Edelsteinschliffe geht. Er ist nicht, wie für Facettenschliffe üblich, stufenförmig angelegt, sondert gründet auf einer quadratischen Form. Besonders für Frauen, die einen modischen und gleichzeitig romantisch wirkenden Verlobungsring tragen möchte, ist dieser Edelsteinschliff gut geeignet. Schön, dass er in seiner Brillanz rund geschliffenen Brillanten sehr nahekommt, preislich aufgrund eines geringeren Materialverlustes beim Schleifen aber attraktiver ist und bei gleichem Karatgewicht ein wenig größer wirkt.

Spannring Princess  The Princess 0,25 ct.

Der Herzschliff

Als Symbol für die Liebe verschenkt man einen Ring mit Edelstein in Herzform gerne zum Valentinstag, eignet sich aber gleichermaßen zur Verarbeitung in einem Verlobungsring. Edelsteinschliffe wie der Herzschliff und auch der Princess Schliff passen besonders gut zu romantisch veranlagten Frauen und überzeugen mit großer Brillanz. Ein Diamant im einzigartigen Herzschliff fällt auf an der Hand der Trägerin. Leider ist er nur bedingt alltagstauglich, da die Spitze des Herzens abbrechen kann, wenn sie nicht optimal von einer Krappe oder in einer Zargenfassung geschützt wird. Besonders jungen, empfindsamen Frauen gefallen Edelsteine in diesem Cut ganz besonders gut.

Klassik Heart 0,5 ct. - Edelsteinschliffe

Der Kissenschliff

Auch hier ist der Name des Edelsteinschliffs Programm – der Kissenschliff, auch als Cushion Cut bezeichnet, erinnert von seiner Form her an ein Kopfkissen und ist eine Variante des Prinzessschliffs. Bereits im 19. Jahrhundert war er einer der beliebtesten Edelsteinschliffe, zur Zeit des Art Deco erlebte er eine Hochphase. Heute sieht man Diamanten im Kissenschliff eher selten, seine luxuriöse Anmutung macht ihn aber zu einem heißen Kandidaten für Verlobungsringe. Gerade Frauen, die vom Typ her zwar eher klassisch sind, aber gerne etwas opulenteren Schmuck tragen, sind vom Kissenschliff begeistert. Mit seiner geradlinigen Führung der großen Facetten bringt der Kissenschliff Edelsteine zu brillantem Glanz. Zeitlos und edel mit einem Spritzer Originalität und Dekadenz, wirkt ein Diamantring mit diesem Edelsteinschliff als Solitär wunderschön, kann aber auch als Ring mit mehreren kleinen Seitensteinen gestaltet werden. Manchmal ist mehr einfach mehr!


Bildquellen:
Beitragsbild | © Glass Hat – stock.adobe.com
Ring mit Diamant im Marquiseschliff | © Vladimir Sazonov – stock.adobe.com
Ring mit Diamant im Baguetteschliff | © Klaus Eppele – stock.adobe.com

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