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Der perfekte Tag

Faszination schottische Hochzeit

« Heiraten im Kilt »

Kleine Festungen, historische Ruinen oder ein kleines Haus am See – bei einer Hochzeit in Schottland ist nahezu jede Location möglich. Eine schottische Hochzeit ist für viele Liebespaare ideal, um romantisch zu heiraten und die Eheringe zu tauschen. Die organisatorischen Formalitäten halten sich in Grenzen, die Gesetze ermöglichen eine vergleichsweise einfache Durchführung der Heirat und die Traditionen und Bräuche sind so vielfältig wie in kaum einem anderen Land. Eine schottische Hochzeit ist weit mehr als nur Schottenrock und Dudelsack.

Schottische Hochzeit: die richtige Organisation

Da die Ehe ein bindendes Gelübde darstellt, müssen auch in Schottland einige Vorschriften eingehalten werden. Auch wenn keine strengen Richtlinien oder eine Aufenthaltspflicht bestehen, ist besonders der Zeitplan einzuhalten. Um die schottische Hochzeit anzumelden, müssen sogenannte „marriage notice forms“ ausgefüllt werden, die man spätestens 29 Tage vor dem Hochzeitstag einreichen muss. In diesen Formularen werden in erster Linie persönliche Daten zu familiären Hintergründen abgefragt.

Mann unterschreibt Hochzeitsformular Im Unterschied zu Deutschland, ist in Schottland jeder Weg rechtlich gültig – ob standesamtliche, kirchliche oder freie Trauung. Eine kirchliche oder freie Heirat kann dabei an jedem beliebigen Ort in Schottland stattfinden, solange eine Person mit entsprechender Ausbildung die Zeremonie durchführt. Standesamtliche Trauungen finden in erster Linie im Trauzimmer statt, können aber auch an andere Veranstaltungsorte verlegt werden.

Das wichtigste Formular bei einer schottischen Hochzeit ist der sogenannte „marriage schedule“, den man eine Woche vor der Trauung beim Standesamt abholen muss. Am Ende der Zeremonie unterschreiben das Brautpaar, deren Trauzeugen sowie der Geistliche bzw. der freie Redner das Dokument, das man spätestens drei Tage nach der Trauung im Standesamt vorlegen muss, damit die Ehe Gültigkeit besitzt und eine Eheurkunde ausgestellt werden kann.

Zwei Frauen bestaunen den Ehering

Schottische Tradition – skurriles Ritual vor der Hochzeit

Während in Deutschland der Polterabend ein verbreiteter Hochzeitsbrauch ist, zählt in Schottland das sogenannte Blackening zu einem traditionellen Ritual. Hierbei wird das Brautpaar, manchmal auch nur die Braut, von Freunden mit allen erdenklichen ekligen Dingen überschüttet oder beworfen. Von Farbe über Federn bis hin zu saurer Milch, faulen Eiern oder verfaultem Gemüse sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Die schottische Tradition hat ihren Ursprung darin, dass das Brautpaar die unangenehmsten Dinge bereits vor der Ehe hinter sich hat und somit die Ehe selbst vor negativen Vorkommnissen geschützt ist.

Brautpaar glücklich im Matsch - schottische Hochzeit

Schottischer Brauch – der Hochzeitsmorgen

Ein weit verbreiteter Brauch ist die Fußwaschung der Braut. Eine ältere, glücklich verheiratete Frau wäscht und trocknet der Braut am Hochzeitsmorgen die Füße. Zudem wird der Ehe- oder Verlobungsring der Frau oft in das Wasserbecken gelegt. Die erste ledige Dame, die ihn findet, ist laut Tradition dann die nächste, die heiraten wird – eine Tradition, die in Deutschland dem Brautstrauß-Werfen vorbehalten ist.

Daneben näht die Braut am Hochzeitsmorgen ihr Kleid mit einem letzten Stich fertig. Der Spruch für die Braut „something old, something new, something borrowed, something blue and a lucky sixpence in your shoe!“ ist ebenfalls ein schottischer Brauch und hat von dort aus Deutschland erreicht. Indem der Brautvater seinem zukünftigen Schwiegersohn einen gebrauchten Schuh seiner Tochter übergibt, überträgt er ihm symbolisch die Verantwortung für seine Tochter. Der Bräutigam hat es bei der Wahl der Kleidung deutlich einfacher und trägt schlicht einen traditionellen Kilt bzw. Schottenrock mit zugehöriger Felltasche.

Schottischer Kilt und Brautkleid - schottische Hochzeit

Schottische Hochzeit – die Zeremonie

Beim Eheversprechen selbst ist das Verbinden der Hände mit einem Band traditionell fester Bestandteil einer Hochzeit in Schottland. Das „Tying the knot – den Knoten binden“ wird vom Priester durchgeführt, um das Ehegelübde zu bekräftigen und zu vollenden.

Schottische Tradition: Wedding Scramble und Scottish Quaich

Unmittelbar nach der Hochzeit findet das „Wedding Scramble“, in einigen Teilen Schottlands auch Warsel genannt, statt. Während die Braut in das Auto steigt, wirft der Brautvater eine Handvoll Münzen in die Luft. Diese schottische Tradition soll dem Brautpaar finanzielles Glück bescheren und erfreut besonders die kleinen Hochzeitsgäste, die die Münzen aufsammeln können. Beim Warsel wirft häufig der Bräutigam nach Verlassen der Kirche die Münzen in die Luft.

Die Quaich, die aus dem Gälischen abgeleitet wird und schlichtweg Becher bedeutet, wird mit gutem, schottischen Whisky gefüllt und bei der Hochzeitsfeier herumgereicht. Mit dem Becher wird traditionell auf das Brautpaar angestoßen. Symbolisch steht er für das zukünftige gemeinsame Leben zweier Familien und die Bindung der Familienmitglieder.

Männer in einer Reihe trinken Whisky aus einem Glas - schottische Hochzeit

Schottische Hochzeit: traditionelle Geschenke

Neben zahlreichen Bräuchen legen die Schotten auch Wert auf klassische Hochzeitsgeschenke. So schenkt die Braut ihrem Bräutigam den „Wedding Sark“, der traditionelle Name für das Hemd zum Kilt. Im Gegenzug zahlt der Bräutigam das Hochzeitskleid der Braut. Zusätzlich schenkt ein Gentleman seiner Verlobten ein „Luckenbooth“, eine Brosche, die aus Silber gefertigt und mit zwei ineinandergreifenden Herzen graviert ist. Der Trauzeuge schenkt dem glücklichen Paar in der Regel Uhren, während die Trauzeugin ein Tee-Set schenkt.

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Schottische Hochzeit – mehr als Heiraten im Kilt

Eine schottische Hochzeit lässt keine Wünsche offen und ist zudem deutlich unbürokratischer als in vielen anderen Ländern. Dennoch muss die Eheschließung in das deutsche Eheregister eingetragen werden, damit die rechtlichen Vorteile in Deutschland greifen. Für die passenden Partnerringe gibt es verschiedene Anlaufstellen. Ob passend zum Verlobungsring oder als Erinnerung an einen außergewöhnlichen Ort – der Fantasie sind für die Eheringe kaum Grenzen gesetzt.


Bildquellen:
Titelbild | © zoerae28 – stock.adobe.com
Vertrag unterschreiben | © snowing12 – stock.adobe.com
Frau zeigt ihren Ehering | © Christian Gehrt Photography
Brautpaar im Dreck | © Racle Fotodesign – stock.adobe.com
Kilt und Brautkleid | © astar321 – stock.adobe.com
Männer trinken Whisky | © myronovychoksana – stock.adobe.com

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