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Der perfekte Tag

Hochzeit im Dezember

Hochzeitspaar küsst sich im Schnee - Hochzeit im Dezember

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Wer noch in den letzten Wochen des Jahres heiraten möchte, kann sich so meist steuerliche Vorteile für das ganze Jahr zu Nutze machen. Nicht umsonst wird es auf den Standesämtern zum Jahresende regelmäßig knapp mit den Terminen. Wir zeigen, wie mit einer Hochzeit im Dezember Steuern gespart werden können, welche Steuerklassenkombinationen möglich sind und warum man mit einer Schenkung besser abwartet, bis man verheiratet ist.

Der Staat kann auch spendabel sein

In der Tat gewährt der Fiskus Verheirateten einige Steuervorteile. Eheleute dürfen nämlich bei der Einkommenssteuererklärung die Zusammenveranlagung wählen und das gemeinsame Einkommen beider Partner wird nach dem Splittingtarif besteuert – das kann eine ganze Menge Geld sparen und bedeutet oft eine Steuerrückerstattung im kommenden Jahr. Aufgrund dessen sind viele Standesämter im Dezember ausgebucht, denn die Hochzeit „auf den letzten Drücker“ ermöglicht es, den Splittingtarif rückwirkend für das ganze Jahr und nicht erst ab dem Zeitpunkt der Eheschließung zu beanspruchen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass so viele Paare noch im Dezember heiraten und dafür nicht die beliebten Hochzeitsmonate im Frühjahr und Sommer nutzen.

Junges Paar im Winter mit Wunderkerzen - Hochzeit im Dezember

Wer sich für eine standesamtliche Hochzeit im Dezember entscheidet, um Steuern zu sparen, kann die dazugehörige Feier und eine eventuelle kirchliche oder freie Hochzeit auf das kommende Jahr verschieben und so beides genießen: die Steuervorteile ebenso wie eine Hochzeitsparty in der warmen Jahreszeit mit allem Drum und Dran.

Junges Paar schaut glücklich auf einen Laptop

Steuern sparen mit dem Splittingtarif

Auch wenn die große Liebe der eigentliche Grund für die Dezemberhochzeit ist, freut sich doch jedes Paar über den einen oder anderen Euro mehr im Portemonnaie. Schließlich kann die Hochzeitsfeier ganz schön ins Geld gehen und auch das Brautkleid sowie der klassische Verlobungsring und die wunderschönen Eheringe können je nach Anspruch und Geschmack ein nettes Sümmchen verschlingen. Das alles ist zwar eine gute Investition in die gemeinsame Zukunft, die Steuererstattung kommt aber doch meist gelegen und kann auch ein kleiner Puffer für weitere Anschaffungen sein.

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Doch was ist das eigentlich, der Splittingtarif, auch als Ehegattensplitting bezeichnet? Er leitet sich ab aus dem Grundtarif, der für alle die gilt, die Einkommensteuer zahlen. Allerdings wird beim Splitting das gemeinsam zu versteuernde Einkommen der Ehepartner so geteilt, also „gesplittet“, als hätte jeder die Hälfte dessen verdient. Das bedeutet im Klartext, dass ein Teil des Einkommens des Besserverdienenden auf den Partner oder die Partnerin umgelagert und mit dem niedrigeren Steuersatz versteuert werden muss, zudem kann der Grundfreibetrag zweimal berücksichtigt werden (doppelter Freibetrag für Ehepaare).

Je größer die Verdienstunterschiede, desto größer ist der steuerliche Vorteil beim Ehegattensplitting. Steuern beide ein etwa gleich hohes Gehalt bei, bringt der Splittingtarif keine Vorteile mit sich. Für die meisten Paare aber kann sich die Dezemberhochzeit finanziell absolut lohnen. Auch Ehepaare, bei denen nur einer der Partner verdient, profitieren auf jeden Fall vom Ehegattensplitting, obwohl finanzielle Unterstützungen nicht mehr als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden können.

Paar steckt ein Geldstück in ein Sparschwein

Wechsel bis November

Wer nach der Hochzeit im Dezember Steuern sparen möchte, muss natürlich auch die Steuerklassen ändern lassen. Das allerdings ist immer nur bis zum 30. November des jeweiligen Jahres möglich und sorgt dann schon im Dezember für mehr Geld auf dem Konto – insgesamt wohlgemerkt, denn der Ehepartner mit dem geringeren Einkommen mit Steuerklasse V bekommt netto weniger ausgezahlt. Statt der bisherigen Steuerklassen I und II für Unverheiratete kann man sich nach der Hochzeit entweder für die Steuerklassen III und IV oder V entscheiden. Die erste Möglichkeit ist prima für alle, die sehr unterschiedlich verdienen, die zweite Variante passt optimal, wenn beide Verdienste in etwa gleich hoch sind, bringt dann aber keine steuerlichen Vorteile mit sich.

Findet die Hochzeit im Dezember statt, funktioniert der Wechsel der Steuerklassen aber erst im kommenden Jahr. Man sollte dann die Einkommensteuererklärung für das vergangene Jahr so rasch als möglich beim zuständigen Finanzamt einreichen, um die Steuervorteile nutzen zu können und zu viel gezahltes Geld zurückerstattet zu bekommen. Keine Sorge: Ein Verlust ist damit nicht verbunden, nur das Netto-Gehalt ändert sich erst, wenn der Wechsel der Steuerklassen gültig eingetragen wurde.

Bild eines Antragsformulars für Steuerklassenwechsel - Hochzeit im Dezember

Empfehlung: professionelle Beratung beim Steuerberater

Wir empfehlen, sich beim Steuerberater oder als Mitglied in einem Lohnsteuerverein ausführlich über die Vorteile des Ehegattensplittings und den Wechsel der Lohnsteuerklasse beraten zu lassen, wenn man heiraten möchte. Vor allem, wenn einer der Partner in absehbarer Zeit Lohnersatzleistungen wie Mutterschaftsgeld oder Arbeitslosengeld erhält, muss die Wahl der Steuerklasse gut bedacht werden, damit sich letztlich nicht sogar finanzielle Nachteile ergeben.

Wenn der Nachwuchs schon da ist

Wer mit einer Hochzeit im Dezember Steuern sparen möchte und bereits gemeinsame Kinder hat, muss nur dann mit einer Änderung im Steuerrecht Vorlieb nehmen, wenn man bis zur Hochzeit in den Genuss eines Entlastungsbetrags für Alleinerziehende gekommen ist, da man alleine mit dem Kind gelebt hat. Dieser Freibetrag fällt weg. Wer im Dezember heiraten möchte, für den gilt diese Regelung ab dem folgenden Januar. Ansonsten gibt es weder bei den Kinderfreibeträgen noch beim Kindergeld Änderungen, die steuerliche Nachteile mit sich bringen würden.

Junge Eltern mit Baby

Weitere Steuervorteile einer Dezemberhochzeit

Neben dem Ehegattensplitting und dem sich finanziell lohnenden Wechsel der Steuerklassen hat man als Ehepaar Vorteile, wenn es um Schenkungen oder ein zu vererbendes Vermögen geht. So unromantisch das auch klingt – wer seinem Partner eine große Summe Geld oder andere Sachwerte schenken möchte, sollte den hohen Freibetrag für Verheiratete unbedingt beachten. Soll zum Beispiel ein Haus kurzfristig verschenkt werden, kann man mit einer Hochzeit im Dezember Steuern sparen, da jedem Ehepartner ein Freibetrag von 500.000 Euro zusteht. Die gleichen Grenzwerte gelten bei Erbschaften. Wer nicht heiraten möchte, hat gegenüber dem Lebenspartner nur Freibeträge von 20.000 Euro sowie die ungünstigeren Steuerklassen zur Verfügung.

Symbolbild, Geld und Steuern

Weniger Steuern zahlen durch eine Hochzeit im Dezember – ein Fazit

Sagen Sie noch vor Jahresfrist „Ja“, denn wer plant, im Dezember zu heiraten, hat viele steuerliche Vorteile. Vom Ehegattensplitting profitieren vor allem die Paare, bei denen einer deutlich weniger verdient als der andere. Mit dem Wechsel der Steuerklasse kann ebenfalls für mehr Netto in der gemeinsamen Kasse gesorgt werden. Wer die Steuerrückerstattung des vergangenen Jahres fest für eine Hochzeitsfeier im Sommer oder die lang ersehnte Traumreise eingeplant hat, sollte die Einkommensteuererklärung so schnell als möglich einreichen und kann sich auf ein kleines finanzielles Polster freuen.


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Bildquellen:

Beitragsbild: © AS Photo Project – stock.adobe.com
Pärchen mit Wunderkerzen: © Vasyl – stock.adobe.com
Paar schaut auf Laptop: © ty – stock.adobe.com
Antrag auf Steuerklassenwechsel: © Lennart Worthmann – stock.adobe.com
Sparschwein wird befüllt: © Rido – stock.adobe.com
Eltern mit Baby: © Flamingo Images – stock.adobe.com
Symbolbild „Steuern“: © Coloures-Pic – stock.adobe.com

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