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Der perfekte Ring

Labor-Diamanten

Labor-Diamanten

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Im Labor gezüchtete Diamanten werden immer beliebter, denn sie sind preiswerter als Naturdiamanten und funkeln im Verlobungsring dennoch wunderschön. Sowohl optisch als auch chemisch haben die Labor-Diamanten die gleichen Eigenschaften wie ihr natürliches Pendant. Lesen Sie alles zu Herstellung und Eigenschaften von künstlich hergestellten Edelsteinen und lernen Sie, warum auch bei diesen die 4 Cs unbedingt beachtet werden müssen.

Bestimmt das Angebot die Nachfrage?

Diese Frage lässt sich so pauschal nicht beantworten, auf jeden Fall aber manifestiert sich seit einigen Jahren der Trend, synthetische Diamanten im Schmuckbereich zu verwenden. Im Gegensatz zu natürlich gewachsenen Edelsteinen ist das Angebot im Grunde unbegrenzt, denn diese können im Labor in beliebiger Anzahl hergestellt werden. Wer aber Wert legt auf einzigartigen Schmuck – gerade für einen Verlobungsring, der in hohem Maße mit Emotionen verbunden ist – scheut sich vielleicht noch, auf einen künstlich hergestellten Stein zurückzugreifen. Dass das nicht so sein muss, zeigt die Tendenz, immer mehr Schmuck unter der Verwendung synthetischer Diamanten oder Edelsteine zu entwerfen und in den Verkauf zu bringen.

Synthetischer Diamant - Labor-Diamanten

Ob man sich für den natürlichen oder im Labor gezüchtete Edelsteine entscheidet, ist vor allem eine persönliche Sache: Ein Milliarden Jahre altes Naturprodukt mit hohem materiellen Wert steht einem künstlich-technologischen Produkt mit immensem Preisvorteil gegenüber. Labor-Diamanten für einen Ring zu verwenden, heißt aber niemals, Abstriche in Bezug auf das Funkeln und die Strahlkraft der Edelsteine zu machen, denn ein synthetischer Stein im Diamantschliff nach Wahl wirkt ebenso luxuriös und wertvoll wie sein natürliches Pendant.

So werden Labor-Diamanten hergestellt

Es werden zwei unterschiedliche Verfahren angewendet, um synthetische Edelsteine zu fertigen: CVD und HPHT. Beiden Methoden voran geht eine über Jahrzehnte andauernde Forschung, um schlussendlich zu den gewünschten Ergebnissen zu kommen.

Einfach ausgedrückt, wird beim CVD-Verfahren (chemical vapor deposition) ein synthetischer Diamant schichtweise wachsen gelassen. Dies geschieht in einer speziellen Vakuumkammer unter Verwendung eines Gemischs verschiedener Gase, aus dem der für die Diamantenherstellung benötigte Kohlenstoff abgesondert wird. Als Grundlage dient dabei ein echter Rohdiamant, auf dem sich bei Temperaturen von bis zu 900 °C Kristalle bilden. Dabei handelt es sich dann um die synthetischen Diamanten.

Farbloser Diamant hergestellt von der  Syntechno LTD - Labor-Diamanten

Für die HPHT-Methode (high pressure high temperature) wird ebenfalls ein echter Edelstein benötigt, aus dem unter höchstmöglichem Druck und enormer Hitze künstliche Kristalle zum Wachsen gebracht werden. Bei beiden Herstellungsprozessen ist zumindest theoretisch keine Grenze gesetzt, wie groß synthetische Edelsteine werden können. Für einen Rohdiamanten mit 1 ct. Größe werden im Labor etwa 28 Tage benötigt – eine verhältnismäßig kurze Produktionszeit, die sich natürlich im Preis niederschlägt. Ist der künstliche Rohdiamant fertig, wird er vom Juwelier ebenso wie ein natürlicher Edelstein geschliffen und poliert.

Ein in China künstlich hergestellter Diamant - Labor-Diamanten

Eigenschaften von Labor-Diamanten

Die innerhalb weniger Wochen im Labor hergestellten Steine unterscheiden sich in ihrer Beschaffenheit nicht von Naturdiamanten. Sie haben die exakt gleiche chemische Zusammensetzung und auch den gleichen Härtegrad. Die Kohlenstoffverbindung ist das härteste Material, das auf der Erde bekannt ist. Auch optisch sind die Edelsteine zumindest auf den ersten Blick und sogar mit mehrfacher Vergrößerung nicht voneinander zu unterscheiden. Es bräuchte schon eine spezielle Ausrüstung und versierte Fachleute, die bei den Einschlüssen in den Steinen Unterschiede feststellen könnten. Labor-Diamanten für einen Ring sind in hoher Qualität verfügbar und ein adäquater Ersatz, wenn der materielle Wert nicht im Vordergrund steht. Übrigens können im Labor gezüchtete Diamanten auch farbig sein und sind in diesen Varianten weitaus erschwinglicher als die echten Steine – ebenfalls eine schöne Möglichkeit für einen ganz individuellen Ring zur Verlobung und natürlich auch für andere Schmuckstücke.

Nicht zu verwechseln sind Labor-Diamanten mit dem sehr preisgünstigen Zirkonia, bei dem es sich um eine Diamantenimitation und nicht um eine künstliche Variante handelt. Zirkonia-Ringe sind meist sehr günstig.

Royal Love Zirkonia | Moderner Verlobungsring aus 925 Silber mit Zirkonia ( 0,39 ct. )

Unterschiede: natürlich vs. gezüchtet

Labor-Diamanten entstehen im Verlauf von etwa einem Monat, wohingegen die echten Edelsteine über Millionen oder Milliarden von Jahren unter der Erde gewachsen sind. Reproduzierbare Künstlichkeit steht also gegen einzigartige Natürlichkeit, die von vielen Schmuckliebhabern so geschätzt wird und die für einen Verlobungsring eine große Rolle spielt. Neben diesem Unterschied im Entstehungsprozess ist aber auch das daraus resultierende Preisgefüge wichtig. Während Naturdiamanten je nach Qualität sehr teuer sein können und durchaus auch als Wertanlage angesehen werden, ist das bei Labor-Diamanten anders. Diese können zwischen meist 30 bis maximal 70 % günstiger sein und besitzen zumindest noch heute keinen wirklichen Wiederverkaufswert, weil sie trotz steigender Beliebtheit noch immer weniger begehrt sind als die seltenen Natursteine. Während bei Naturdiamanten lupenreine Steine zwar nicht Standard, aber dennoch nicht selten sind, kann diese Qualität kaum im Labor gezüchtet werden.

Elegance 0,25 ct. | Solitärring aus 950 Platin mit Diamant (0,25 ct.)

Vorteile der künstlichen hergestellten Steine

Im Gegensatz zu den echten Steinen sind synthetische Edelsteine, übrigens auch farbige wie Saphire, Rubine oder Smaragde, etwas umweltschonender – wobei die Betonung auf etwas liegt. Um Naturdiamanten unter der Erde zu finden und diese zu fördern, muss ein riesiger Energieaufwand betrieben werden, der vorrangig zu Lasten unserer Umwelt geht. Werden synthetische Diamanten hergestellt, benötigt man weniger Ressourcen, allerdings werden auch dabei noch immer große Mengen nicht-erneuerbarer Energien verbraucht. Dabei spielen Faktoren wie die verwendeten Herstellungsmaschinen, aber auch die Abbaumethoden in den jeweiligen Ländern eine große Rolle. Ein direkter Vergleich der beiden Diamantarten ist demzufolge kaum möglich, wenngleich die synthetischen Steine wohl knapp die Nase vorne haben.

Ein wenig anders sieht es aus, wenn es um die ethischen Vorteile von Labor-Diamanten geht. Da sie nicht in Konfliktregionen gewonnen, sondern meist in den USA oder China im Labor hergestellt werden, sind sie konfliktfrei. Wer einen Ring mit synthetisch produziertem Diamant kaufen möchte, kann auf Wunsch den Herstellungsprozess des Steins zurückverfolgen. Die Arbeitsbedingungen sind weit transparenter als dies beim Diamantabbau in konfliktbehafteten Ländern der Fall ist.

Le Sole 0,58 ct. Labor-Diamant test aus 585 Weißgold mit Diamant (0,5 ct. Labor Diamant + 0,08 ct.)

Die 4 Cs und die Zertifizierung

Soll ein Naturdiamant in seiner Qualität beurteilt werden, geht nichts ohne die 4 Cs: Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff). Egal, ob die Edelsteine im Labor hergestellt wurden oder auf natürliche Weise entstanden sind, müssen diese vier Parameter geprüft werden. Je schwerer, heller, klarer und besser geschliffen die Edelsteine sind, desto besser ist ihre Qualität und desto höher letztendlich auch der Preis, den sie auf dem Weltmarkt erzielen. Dass ein Stein künstlich entstanden ist, bedeutet keinesfalls, dass er keinerlei Makel aufweist, denn auch bei der Züchtung in Laboren können Unvollkommenheiten und Einschlüsse entstehen, die den Wert mindern. Dies ist besonders für die Verarbeitung in einem Ring zur Verlobung, bei dem es sich meist um einen Solitär handelt, nicht gewünscht – die 4 Cs sollten vor dem Kauf unbedingt geprüft werden und entscheiden letztlich über die Höhe der Investition, die bei echten Steinen natürlich immer größer ist.

Die vier "Cs" : Carat, Color, Clarity, Cut

© Björn Wylezich – stock.adobe.com

Was die Zertifizierung synthetischer Edelsteine angeht, gibt es ebenfalls keine Unterschiede zu den echten Steinen. Ein zertifizierter Bewertungsbericht über Gewicht, Farbe, Reinheit und den Diamantschliff darf definitiv nicht fehlen.


Bildquellen: 
Beitragsbild: © Maciej – stock.adobe.com
Blauer Diamant hergestellt von der  Syntechno LTD: By Igor Stratichuk – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=108464975Farbloser Farbloser Diamant hergestellt von der  Syntechno LTD: By Igor Stratichuk – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=108464982
Pinzette hält künstlich hergestellten Diamanten: By 2×910 – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81256942
Gelber, in China hergestellter Diamant: By 2×910 – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=81256942
Diamantzertifikat: © Björn Wylezich – stock.adobe.com

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