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Soll ich den Brautvater fragen?

« Ist der Antrag vor dem Antrag nötig und wichtig oder überholt? »

Bei der Vorbereitung des Heiratsantrages stellen sich viele Männer die Frage, ob es heute noch angebracht ist, den Brautvater um die Hand seiner Tochter zu bitten; oder die ganze Familie zu fragen. Nachdem dies einige Zeit lang nur noch in Familien üblich war, die viel Wert auf Traditionen legten, ist dieser Brauch heute in leicht abgewandelter Form wieder modern geworden. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten, damit die Brauteltern Ihnen und Ihrer Partnerin gerne ihren Segen geben.

Eine alte Tradition

Vor nicht einmal einhundert Jahren war es nahezu unumgänglich, den Brautvater vor dem Heiratsantrag um die Hand seiner Tochter zu bitten. Der Bräutigam stellte sich hierzu offiziell dem Vater seiner Liebsten vor, um ihn zu fragen. Während dieses Gesprächs klärte der Vater der Braut, ob der Heiratskandidat in der Lage war, seine Tochter und spätere Kinder wirtschaftlich versorgen zu können und ob er charakterlich seinen Vorstellungen entsprach. Kamen an einer Stelle Zweifel auf, so untersagte der Brautvater die Hochzeit. Das Paar konnte nicht heiraten oder musste erhebliche Schwierigkeiten auf sich nehmen, wenn es sich über den Willen des Brautvaters hinwegsetzte.

Der passende Ring sollte parat sein

Nachdem die Tradition des „Brautvater fragen“ einige Zeit lang nicht mehr von großer Bedeutung war, legen heute immer mehr Männer Wert auf den Segen der Familie der Brau. Eine Heirat ist ein Bund für das ganze Leben. Aus diesem Grund soll natürlich sichergestellt sein, dass die Familie der Partnerin mit der Verlobung einverstanden ist. Da sich das Paar heute jedoch meistens schon länger kennt und auch die Familien und die Freunde bekannt sind, ist die früher übliche Befragung durch den Brautvater nicht mehr notwendig. Das heißt jedoch nicht, dass der Mann unvorbereitet zu diesem alles entscheidenden Gespräch erscheinen sollte. Bevor Sie also als Antragsteller den Verlobungsring kaufen, über den passenden Moment nachdenken und sich über die Wortwahl Ihres Antrags Gedanken machen, beschäftigen Sie sich mit der Frage, ob die den Brautvater fragen möchten.

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Das wichtigste aller Gespräche

Im Gegensatz zu alten Zeiten werden heute die Brauteltern um die Hand ihrer Tochter gebeten und nicht nur der Brautvater. Dies bedeutet bei geschiedenen Brauteltern möglicherweise, dass der Mann zweimal um die Hand seiner Partnerin anhalten muss, wenn kein gemeinsames Treffen möglich ist. Dieses wichtige Gespräch sollte entsprechend des Anlasses vorbereitet werden. Grundsätzlich sollte der Mann die Brauteltern um ein persönliches Gespräch bitten. Auch wenn heute viel per Telefon oder schriftlich erledigt wird, wäre es stillos und grob, wenn er die Brauteltern per WhatsApp oder per E-Mail fragen würden.

 

In einigen Kulturen wird erwartet, dass der Mann nicht nur mit den Brauteltern spricht, sondern auch die Großeltern und die Geschwister miteinbezieht. In diesem Fall findet das erste Gespräch oft im kleinen Rahmen nur mit den Brauteltern statt. Haben diese ihr Einverständnis gegeben, können in einem weiteren Schritt auch andere Familienangehörige um ihr Einverständnis gebeten werden. Etwas knifflig ist es in diesem Fall, die Heiratsabsicht lange genug vor der Partnerin geheim zu halten. Je mehr Menschen um diese tolle Neuigkeit wissen, umso leichter kann sie zur Partnerin durchdringen. Auch ist zu bedenken, dass es für die Liebste nicht schön ist, wenn ihre Familie seit längerer Zeit über die Heiratspläne informiert ist, sie selbst aber noch nicht gefragt wurde. Hier sind Planung und Abstimmung mit der Familie der Braut angebracht.

Wann und Wo

Für das Brautmutter und Brautvater fragen, bietet sich die traditionell übliche Zeit zwischen 11 und 12 Uhr an einem Sonntagvormittag an oder alternativ die Kaffeezeit zwischen 15 und 16 Uhr an einem Sonntagnachmittag. Natürlich erscheint der Mann dem Anlass entsprechend gekleidet, also im Anzug oder in Hose und Jackett. Auch sollte er Geschenke für die Brauteltern mitbringen, wie etwa einen schönen Blumenstrauß für die Mutter seiner Liebsten und eine Flasche Wein für ihren Vater. Wer sich nicht sicher ist, welche Geschenke für die zukünftigen Schwiegereltern passend sind, sollte lieber etwas Zeit investieren, um dies herauszufinden, als zu riskieren, mit unpassenden Geschenken vor der Tür zu stehen.

 

Worauf sollte der Fragende sich vorbereiten

Da die Brauteltern den Partner ihrer Tochter in den meisten Fällen schon kennen, ist eine Befragung zur wirtschaftlichen Situation oft nicht mehr notwendig. Anders sieht dies jedoch aus, wenn die Eltern der Partnerin ihren Schwiegersohn in spe noch nicht kennengelernt haben. In diesem Fall sollte der Mann glaubhaft darlegen können, wie er sich das Leben mit ihrer Tochter und möglichen gemeinsamen Kinder in dieser Hinsicht vorstellt. Auch sollte er mehr Zeit für das Gespräch einplanen, da nicht von den Eltern seiner Partnerin erwartet werden kann, dass sie der Hochzeit zustimmen, nachdem sie ihren zukünftigen Schwiegersohn gerade das erste Mal gesehen haben und fast nichts über ihn wissen.

Wichtig ist in jedem Fall, dass der Mann seinen zukünftigen Schwiegereltern erklärt, warum er ihre Tochter heiraten möchte und wie er sich den Heiratsantrag vorstellt. Alle Eltern möchten sicher sein, dass ihre Tochter glücklich wird. Dies sollte der Mann im Hinterkopf haben. Er sollte sich daher unbedingt vorher überlegen, was er den Eltern seiner Zukünftigen auf einige der oft gestellten Frage antworten will: Was empfindet er für seine Partnerin? Wieso möchte er gerade sie heiraten? Kennt er ihre Wünsche und weiß er, was ihr wichtig ist? Alle Eltern erwarten natürlich, dass der Mann ihre Tochter kennt und weiß, wie er sie glücklich machen kann.

 

Zeigen Sie, dass Sie sich Gedanken gemacht haben

Auch Informationen zum Heiratsantrag und zur Hochzeit können hilfreich sein, weil sie Brautmutter und Brautvater damit zeigen, dass ihr zukünftiger Schwiegersohn sich Gedanken um ihre Tochter gemacht hat. Zeigen Sie, dass Sie Ihre zukünftige Frau gut kennen und dass Sie ihr Wohl über alles andere stellen! Ein gut durchdachter und sorgfältig vorbereiteter Heiratsantrag, der zu Ihrer Partnerin passt, wird es ihren Eltern leicht machen, der Verlobung zuzustimmen. Natürlich können Sie ihnen auch schon den Verlobungsring zeigen. Achten Sie in diesem Fall jedoch darauf, dass nicht zu viele weitere Personen anwesend sind, da die Braut den Verlobungsring vor allen anderen zu Gesicht bekommen sollte.

Ob Sie nur den Brautvater fragen oder die ganze Familie einbeziehen, müssen Sie letztendlich selbst entscheiden. Eine schöne Geste ist der Antrag vorm Antrag in jedem Falle.


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Bild 4 (Braut, Bräutigam & Schwiegereltern): © 
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