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Der perfekte Ring

Synthetische Diamanten und Natur-Diamanten

Synthetische Diamanten

« Was ist der Unterschied? »

Ob es an ihrer blendenden Schönheit, an ihrer funkelnden Brillanz oder an ihrer magischen Strahlkraft liegt, das vermag niemand eindeutig zu sagen. Fest steht aber, dass Diamanten uns Menschen schon seit langer Zeit faszinieren. Sie gelten als Symbol der Ewigkeit, Treue und der reinen Liebe. Heute ist es mit modernster Technik möglich, diese kostbaren Edelsteine, die in der Natur nur sehr selten vorkommen, synthetisch herzustellen. Welche Verfahren bei der Herstellung genutzt werden und worin sich natürliche von synthetischen Diamanten unterscheiden, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.

Zeugen der Erdgeschichte

Das Rezept zur Herstellung von Diamant-Edelsteinen liest sich folgendermaßen: Man nehme etwas Kohlenstoff und befördert diesen tief ins Innere der Erde. Mehrere hundert Kilometer unter die Erdkruste, wo enormer Druck und eine unbeschreibliche Hitze herrschen, steht sie, die Wiege der seltenen Edelsteine. Nach mehreren Millionen von Jahren haben Hitze und Druck den Kohlenstoff schließlich zu einem kostbaren Rohdiamant geformt. Die Atome des Kohlenstoffs fügen sich bei dieser Metamorphose zu einem regelmäßigen oktaedrischen, das heißt achteckigen Kristallgitter zusammen. Die wertvollen Edelsteine lagern normalerweise tief in der Erde, doch durch Vulkanausbrüche gelangen die wertvollen Schätze auch manchmal an die Oberfläche.

Diamantmine

Verschiedene Verfahren zur synthetischen Herstellung

Weil auch die Industrie auf hochreine Diamantstrukturen angewiesen ist, begannen Wissenschaftler schon 1956 mit der Entwicklung von Prozessen zur synthetischen Herstellung der Steine. Mithilfe modernster Technologien ist es möglich, den Entstehungsprozess der seltenen Steine in Rekordgeschwindigkeit ablaufen zu lassen.

Die erste Methode bedient sich hohen Drucks und hoher Temperatur (high pressure, high temperature, HPHT). Dabei wird in einer hydraulischen Presse Graphit bei etwa 60000 bar und 1500 °C komprimiert. Schon nach wenigen Wochen ist der Edelstein fertig. Dieses Verfahren wird hauptsächlich für die Herstellung kleinerer Steinchen von bis zu 1 mm angewandt, für größere Steine wäre es zu ineffizient und teuer. So hergestellte synthetische Steine werden aber hauptsächlich als Industriediamanten verwendet.

Bei der zweiten Methode (chemical vapor deposition, CVD) wird aus einem heißen Gasgemisch (Plasma) Kohlenstoff abgeschieden. Dafür wird ein Diamantsplitter verwendet, auf dem sich der Kohlenstoff schichtweise ablagert. So entsteht ohne Verwendung hoher Drücke innerhalb weniger Wochen ein neuer Edelstein. Dieses Verfahren bringt hochreine synthetische Steine hervor, die immer häufiger auch als Besatz auf wunderschönen Verlobungsringen und Colliers verwendet werden.

Großer Diamant

Synthetische Diamanten – Nachhaltigkeit aus dem Labor?

Der Abbau von Diamantenlagerstätten ist sehr aufwendig. Er erfordert einen hohen Einsatz von Material und Energie. Außerdem ist die Arbeit in den Minen unter Tage nicht immer ungefährlich. Die synthetische Diamant-Herstellung scheint daher auch aus ökologischer Sicht eine nachhaltigere Alternative zu sein. Aber ist sie das wirklich? Die Wahrheit ist, dass auch die industrielle Herstellung sehr viel Energie und Rohstoffe benötigt. Beide Methoden sind also ressourcenintensiv. Für die Natur-Diamanten spricht zudem, dass sich die Arbeits- und Abbaubedingungen in den meisten Diamantenminen in den letzten Jahren entscheidend verbessert haben. Zertifikate sorgen außerdem dafür, dass die Herkunft der Edelsteine nachverfolgbar ist. Auch der Schutz der Natur nimmt auch in den Abbauländern einen immer höheren Stellenwert ein. Natürliche Diamantvorkommen sind allerdings endlich und an vielen Orten der Erde schon vollständig abgebaut. Deswegen wird die Verwendung der Edelsteine aus dem Labor in Zukunft aller Voraussicht nach weiter zunehmen.

Synthetische Diamanten mit Zertifikat

Synthetische Edelsteine als gleichwertige Alternative?

Materialtechnisch unterscheiden sich synthetisch hergestellte Diamanten nicht von den natürlichen Steinen. Auch mit dem bloßen Auge ist nur schwer ein Unterschied zwischen den funkelnden Edelsteinen zu erkennen. Selbst Experten müssen sich verschiedener Hilfsmittel und Apparaturen bedienen, um den Unterschied überhaupt feststellen zu können. Dabei sind sie vor allem auf der Suche nach der Art und Anzahl von Einschlüssen. In Steinen aus der Natur stoßen sie oft auf eine Vielzahl einzigartiger Einschlüsse. Objektiv betrachtet, sind Natur-Diamanten im Vergleich zu synthetischen Labordiamanten oft von geringerer Qualität, was Farbe und Politur betrifft. Denn unter kontrollierten Bedingungen im Labor lassen sich die Steine natürlich in viel reinerer Qualität erzeugen.

Bei der Bewertung von Natur- und Laboredelsteinen gehen anerkannte gemmologische Institute nach den 4 C-Kriterien vor. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf das Gewicht in Karat gelegt, außerdem wird die Farbe, die Reinheit und der Schliff des Steins bewertet.

So betrachtet, sollte der Wert eines künstlich hergestellten Edelsteins doch unschätzbar hoch sein? Ist er aber nicht, denn dadurch, dass diese Steine massenhaft hergestellt werden können, fällt ihr Wert beträchtlich. Das allerdings ist ein Glück für viele Schmuckliebhaber, die nur über ein kleineres Budget verfügen.

Le Sole 0,58 ct. Labor-Diamant Solitärring aus 585 Weißgold mit Diamant (0,5 ct. Labor Diamant + 0,08 ct.)

Labor- oder Natur-Diamanten? And the Winner is …

Welchen Brillanten man nun bevorzugt, kommt ganz auf den persönlichen Geschmack an. Der Wert eines Natur-Diamanten bemisst sich auch an seiner Seltenheit. Auch das kaum vorstellbares Alter der Edelsteine lässt uns staunen. Man muss fasziniert sein, wenn man diese Zeugen der Erdgeschichte betrachtet und sich bewusst macht, welche beeindruckende Kraft die Edelsteine formten.

Wem allerdings der Gedanke, ein erdgeschichtliches Unikat zu besitzen, eher unwichtig ist und wer mehr Wert auf das strahlende Aussehen eines oder gar mehrerer glitzernder Edelsteine legt, der findet sein Glück sicher eher mit einem synthetisch hergestellten Stein. Nüchtern betrachtet haben synthetische Diamanten natürlich ein günstigeres Preis-Leistungs-Verhältnis.

The One 0,50 ct. Labor-Diamant Solitärring aus 585 Weißgold mit Diamant (0,50 ct.)


Bildquellen:
Titelbild | © supachai – stock.adobe.com
Mine | © evgenii_v – stock.adobe.com
Rohdiamant | © RHJ – stock.adobe.com
Kunstdiamant | © Mark Johnson – stock.adobe.com

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