» Zum Shop

Suche ...
TOP
Der perfekte Ring

Weißgold 585 oder 750?

« Wissenswertes zu den verschiedenen Legierungen »

Ist die Entscheidung getroffen, dass die Eheringe oder der Verlobungsring aus Weißgold sein sollen, steht noch die Wahl der Legierung an. Bei Weißgold und den anderen Goldtönen wird für Schmuck meist eine 585er- oder 750-er-Legierung verwendet. Wir informieren über das weißgoldene Material sowie darüber, welche Vor- und Nachteile die Legierungen Weißgold 585 oder 750 mit sich bringen und welche optischen Vorzüge ein Weißgoldring besitzt.

Ein recht junges Material

Während es Schmuck aus Gelbgold schon sehr lange gibt, ist Weißgold als zur Verfügung stehendes Material für die Schmuckherstellung noch nicht wirklich alt. Die Geschichte des legierten Edelmetalls beginnt im Jahre 1912: Man suchte ein Material, das vom Aussehen her an Platin erinnert, aber preiswerter und somit für mehr Menschen erschwinglich war. Wer meint, dass Weißgoldschmuck kein „echtes“ Gold enthält, weil es eine vom klassischen Gelbgold abweichende Farbe hat, der irrt sich. Hingegen ist der Name bei einem weißgoldenen Ehering Programm – es handelt sich um eine Goldlegierung, also eine Mischung dieses Edelmetalls mit anderen Metallen. 750 und 585er meinen Verhältnisse in Goldlegierungen.

Durch das Legieren wird dem Edelmetall die gelbgoldene Farbe entzogen, um eine silbrige Farbgebung, ähnlich Platin, zu erzeugen. Diese geht komplett durch alle Schichten und ist nicht nur oberflächlich. Zunächst wurde dafür Nickel verwendet, ganz einfach aus praktischen Gründen. Es war preiswert, ließ sich gut verarbeiten und das Ergebnis war genau wie gewünscht. Allerdings brachte Nickel auch die negative Eigenschaft mit sich, bei vielen Menschen zum Teil schwere Allergien auszulösen, weshalb man von der Verwendung des Metalls wieder Abstand nahm. Heutzutage wird hauptsächlich Palladium verwendet, weiterhin auch Silber und Kupfer und wenige andere Metalle, die normalerweise keine Allergien verursachen. In jedem Fall entstehen durch die Legierung wunderbar moderne Trauringe, die viele Paare begeistert.

Le Sole 0,58 ct. Solitärring aus 585 Weißgold mit Diamant (0,5 ct. + 0,08 ct.)

So setzen sich die Legierungen zusammen

Zunächst einmal geht es bei dem Begriff Legierung darum, wie viel Feingold darin enthalten ist. Je höher der Anteil an Reingold (585 oder 750 oder auch nur 333 bzw. 375 Teile von 1000 Teilen), desto wertvoller und dementsprechend teuer ist das Edelmetall. Dies betrifft übrigens alle Goldfarben – also auch Gelbgold und Roségold. Schmuckgold nennt man die Legierung eigentlich erst ab 575 Teilen. Von hochwertigem Schmuckgold spricht man bei 750 Teilen. 333er-Goldschmuck darf sich seit neustem nur noch als goldhaltiges Metall bezeichnen.

Feingold in seiner reinen Form ist viel zu weich, um für die Schmuckherstellung geeignet zu sein. Erst durch das Legieren mit anderen Materialien verbessert sich seine Härte so, dass daraus Schmuck hergestellt werden kann. Diese gewisse Härte ist gerade für einen Verlobungsring oder auch für Trauringe, die tagtäglich getragen werden, sehr wichtig. Sonst wäre der Schmuck zu empfindlich, was Kratzer und andere Beschädigungen angeht.

Die Zahlen der Legierungen gibt also – in Form von Promille – an, zu welchem Teil das Material aus Feingold besteht. So enthält 585er-Gold zu 585 von 1000 Teilen pures Feingold, die höherwertige 750-er-Goldlegierung enthält 750 von 1000 Teilen Feingold. Diese beiden Legierungen sind die gängigsten bei der Schmuckherstellung. Interessant zu wissen ist, dass in Deutschland erst Schmuck mit einem Feingoldgehalt von mindestens 333 Promille als Goldschmuck verkauft werden darf. Alternativ zur Angabe dieser Zahlen kann bei allen Goldfarben auch von Karat gesprochen werden: So hat 585er-Gold 14 Karat und 750er-Gold 18 Karat.

Goldschmied schmilzt Metalle ein

Weißgoldene Verlobungsring- und Eheringe

Waren viele Jahrzehnte die meisten Hochzeitsringe traditionell aus Gelbgold, so ist seit einigen Jahren ein ganz deutlicher Trend hin zu Weißgoldschmuck zu entdecken. Ein Verlobungsring aus Weißgold hat sich mittlerweile, besonders als Solitärring mit einem funkelnden Brillanten, zum echten Klassiker entwickelt. Und auch Eheringe aus Gold 585 oder 750 müssen längst nicht mehr immer aus Gelbgold gefertigt sein. Neben einem Ehering aus Weißgold gefällt vielen Paaren auch ein Modell in Bicolor-Optik, bei dem Weiß- und Gelbgold oder auch Roségold miteinander kombiniert werden. Allerdings kann ein Weißgoldring je nach gewähltem Feingoldgehalt sowohl optisch als auch von seinen Eigenschaften her zum Teil deutliche Unterschiede aufweisen.

585 – Vor- und Nachteile dieser Legierung

Sie gehört zu den gängigen Legierungen und überzeugt mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ringe aus dem Material sind relativ hart und widerstandsfähig. Sie können auch im Alltag sehr gut getragen werden, ohne dass man sich ständig Gedanken um eventuelle Kratzer machen muss. Trotz des günstigen Preises gegenüber Schmuck mit höherer Goldlegierung ist solch ein Ring langlebig und muss nicht ständig poliert oder aufgearbeitet werden. Zudem sind 585er-Ringe recht leicht, was von vielen Paaren als sehr angenehm beim Tragen empfunden wird, da man den Schmuck bezüglich seines Gewichts am Finger nicht so sehr wahrnimmt.

Trotz der Vorteile kann die Härte des Materials allerdings auch ein Nachteil sein, da sich daraus gefertigte Ringe ein bisschen weniger weich auf der Haut anfühlen. Des Weiteren sind nachträgliche Größenanpassungen, falls der Verlobungsring zu eng oder zu weit sein sollte, nicht so einfach möglich wie bei einer höheren Goldlegierung. Wer allergisch auf bestimmte Metalle reagiert (keine Sorge, nahezu jeder Schmuck heutzutage ist nickelfrei!), ist mit einer niedrigeren Legierung meist schlechter beraten, da mehr fremde Materialien neben Feingold enthalten sind.

Weißgoldener Verlobungsring

750 – Vor- und Nachteile dieser Legierung

Ein großer Pluspunkt dieses Weißgoldes ist seine intensive Farbe, die wirklich wunderschön ist und zwischen Grau und Weiß liegt. Wer sich ein noch strahlenderes Weiß wünscht, kann den Verlobungsring, gefertigt aus Weißgold 585 oder 750 übrigens rhodinieren lassen. Die dünne Schicht aus Rhodium nutzt sich aber nach einer gewissen Zeit auch wieder ab, was mit weniger Glanz einhergeht. Unabhängig von den reinen Materialeigenschaften bringt die „750“ mit sich, dass daraus gefertigter Schmuck wertvoller ist als der aus einer niedrigeren Legierung. Wenn das Budget hoch genug ist, ist ein Verlobungsring aus diesem Material genau das richtige Geschenk zum Heiratsantrag. Der Schmuck behält seine Strahlkraft besonders lange. Sollten doch einmal Kratzer wegpoliert werden müssen, ist das ohne nennenswerten Materialabrieb möglich. Auch Größenanpassungen sind größtenteils kein Problem, ebenso wie die Verträglichkeit bei sehr empfindlicher Haut.

Wirkliche Nachteile haben die Ringe mit 18 Karat nicht. Die Empfindlichkeit gegenüber Kratzern ist nur geringfügig höher als bei 14 Karat und sollte nicht der ausschlaggebende Punkt beim Kauf von Verlobungs- oder Trauringen sein.

Klassik Verlobungsring mit 6er-Krappenfassung

Optische Vorzüge von Ringen aus Weißgold

Die Farbe des 585-Weißgoldes erinnert an ein strahlendes Dunkelgrau. Soll der Schmuck heller sein, punktet die höhere Weißgoldlegierung 750 mit ihrem hellgrauen Farbton. Als hochwertige Alternative zu einem Ring aus preisgünstigem Silber oxidiert ein weißgoldener Verlobungsring nicht, läuft also nicht unschön an und muss demzufolge nicht ständig poliert werden.

Was das Aussehen dieser Ringe angeht, findet sich in den unterschiedlichen Kollektionen von klassisch über modern bis hin zu unglaublich luxuriös ganz sicher für jeden Geschmack das richtige Schmuckstück. Und auch ein Ehering aus 750-er Goldlegierung kann sowohl klassisch als auch modern oder avantgardistisch aussehen. Allen gemeinsam ist die schöne, weißgoldene Farbe, die immer mehr Liebhaber findet und sehr beständig ist. Bezüglich der Legierungen muss natürlich jedes Paar für sich selbst entscheiden, wie hoch das zur Verfügung stehende Budget für einen Weißgoldring ist und wie viel man für den Schmuck letztendlich ausgeben möchte. Bezaubernd und ganz im Trend liegend ist ein Verlobungsring oder Ehering aus Weißgold ohne Zweifel immer!

Faith 0,63 ct. Solitärring aus 585 Weißgold mit Diamant (0,63 ct.)


Bildquellen: 
Titelbild | © Piman Khrutmuang – stock.adobe.c14om
Metall wird geschmiedet | © Nico – stock.adobe.com
Solitärring von oben | © Anne Korn

«

»