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Der perfekte Ring

Weißgold: Zusammensetzung und Eigenschaften

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Gold ist ein hochwertiges Material, das seit vielen Jahrhunderten schon sehr beliebt ist. Verarbeitet in einem wunderschönen Verlobungsring oder Ehering drückt das Metall die Liebe und Zugehörigkeit zueinander aus und strahlt mit dem eigenen Lächeln um die Wette. Die moderne Schmuckbranche hat sich aber im Laufe der Zeit gewandelt und aus dem strahlenden Gelbgold ein glänzendes Weißgold entwickelt. Diese Edelmetalllegierung bietet eine hochwertige Alternative zum Gelbgold. Die silberglänzende Farbe hat sich sehr schnell etabliert. So wird diese Legierung aufgrund der Härte des Materials gerne auch als Alternative zu Silber und Platin genommen.

Woran erkennt man Weißgold?

Ein Echtheitszertifikat in Form eines Stempels ist in Deutschland und vielen anderen Ländern vorgeschrieben. Im Zweifelsfall sollte nach einer Prägung des sogenannten Goldstempels an einer unauffälligen Stelle des Schmuckstücks gesucht werden. Weißgoldringe könnten beispielsweise auf der Innenseite den Goldstempel 333, 375 oder 585 tragen. Diese Angabe bezieht sich auf die Wertigkeit in Karat.

Es gibt Ausnahmen, die das Fehlen des Stempels begründen. In der Regel haben die meisten Schmuckstücke aber eine Prägung, alles andere deutet zunächst auf eine Fälschung hin. Bei antikem Schmuck kann es aber tatsächlich vorkommen, dass dieses Echtheitszertifikat nicht vorhanden ist. Das kann insbesondere bei Goldgegenständen aus dem Mittelalter oder aus der Barockzeit der Fall sein. Auf Weißgold trifft das jedoch nicht zu, da diese Legierung vermutlich erst um 1912 das erste Mal auftauchte. Eine fehlende Meistermarke oder Punze sollte auf jeden Fall von einem Fachmann beurteilt werden. Insbesondere dann, wenn es sich um einen Ring handelt, denn hochwertiger Modeschmuck ist heutzutage kaum vom echten Schmuck zu unterscheiden.

Schöner Verlobungsring aus Weißgold mit Diamant

Wie wird Weißgold hergestellt?

Es gibt in der Natur kein Weißgold, deshalb handelt es sich bei dieser Goldlegierung um ein Edelmetall, das aus verschiedenen Metallen besteht. Legierung, beziehungsweise legieren, ist eine Ableitung von dem lateinischen Wort „ligare“. Es bedeutet binden, zusammenführen oder auch verbinden. Damit ist die Zusammensetzung von mindestens zwei oder mehreren Metallen gemeint, die andere Eigenschaften aufweisen als das Ursprungsmetall. Hohe Temperaturen ermöglichen das Zusammenschmelzen der zugeführten Metalle zu einer Legierung. Mit diesem Verfahren entsteht ein neuer metallischer Charakter in der Wertigkeit, in der das Ursprungsmetall prozentual zugemischt wird.

Palladium, Reinform Barren

Zugesetzte Metalle können Silber, Palladium oder Nickel sein. Die weißgraue Farbe bei einem Verlobungsring in Weißgold entsteht überwiegend durch Palladium und Nickel, ein Nebenprodukt der Platingewinnung. Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass es sich bei diesem Material um eine Goldart oder eine besondere Beschichtung handelt, tatsächlich entsteht dieses wundersame Edelmetall aber aus einer ausgewählten Mixtur verschiedener Metalle. Die Weißgold-Zusammensetzung durchzieht das ganze Metall und nicht nur die obere Schicht.

Firework 0,45 ct. Zirkonia Solitärring aus 375 Weißgold mit Zirkonia (0,25 ct. + 40 x 0,005 ct. = 0,2 ct.)

Was viele nicht wissen, ist, dass sich Gelbgold in reinem Zustand nicht gut zur Verarbeitung von Schmuck eignet, da es zu weich und zu anfällig ist. Deshalb werden auch hier Legierungen verwendet. Sowohl für Ringe aus Gelbgold als auch für den Ehering aus Weißgold ist ein Goldanteil von 75 Prozent am besten geeignet. Weißgold 585 (585/1000), das sind 58,5 Prozent Feingoldgehalt, ist weniger wertvoll als 750er Weißgold. Diese Legierung hat sich aber trotzdem sehr stark etabliert.

Was bedeuten die Zahlen der Punzierung?

Es gibt unterschiedliche Legierungen, die sich unterschiedlich im Preis ausdrücken. So wird der Goldanteil in 333er, 585er und 750er Gold angegeben. Die jeweiligen Zahlen geben den reinen Goldanteil in der Zusammensetzung an. Daran lässt sich auch die Wertigkeit bemessen. 750er Weißgold hat mit 75 Prozent den höchsten Feingehalt und ist somit die wertvollste Variante.

In fast jedem Ring oder auch in anderen Schmuckstücken finden sich Punzierungen, die angeben, wie viel Gold-Feingehalt in der Legierung steckt. Der Reinheitsgrad einer Goldlegierung wird in Karat angegeben. Reines 24-karätiges Gold besteht beispielsweise zu 24/24 Teilen aus Gold. Das bedeutet, dass zum Beispiel 585er Weißgold zu 58,5 Prozent aus reinem Gold besteht. Das entspricht 14 Karat, also einem Goldanteil von 585 zu 1000 Teilen.

Shallow 0,49 ct. Solitärring aus 585 Weißgold mit Diamant (0,20 ct. + 0,29 ct.)

  • Punzierung 333: Entspricht 33,3 Prozent Gold-Feingehalt und 8 Karat
  • Punzierung 375: Entspricht 37,5 Prozent Gold-Feingehalt und 9 Karat
  • Punzierung 585: Entspricht 58,5 Prozent Gold-Feingehalt und 14 Karat

Schmuck aus einer Weißgoldlegierung

Der Trend zu Ringen aus einer Weißgoldlegierung nimmt aufgrund der Beständigkeit der Farbe immer mehr zu. So wird der Verlobungsring in Weißgold und auch der Ehering in Weißgold immer häufiger als Trauring genommen. Die Zusammensetzung der verschiedenen Metalle macht jede Goldlegierung zu einem extravaganten Schmuckstück. 750er Weißgoldringe sind sicherlich etwas kostspieliger als Ringe mit weniger Reinheitsgehalt. Wenn man sich aber die Weißgold Zusammensetzung ansieht, dann kann man sichergehen, dass der Ring auf jeden Fall weniger Nickelanteil besitzt und somit besser für Allergiker geeignet ist.

Braut zeigt Ehering aus Weißgold

Ringe können anhand der Zusammensetzung auch noch in Palladium- und Silberweißgold unterschieden werden. Um den richtigen Farbton zu erhalten, wird der Legierung Silber und Palladium zugemischt. Je heller der Farbton ausfallen soll, umso mehr Palladium wird zugemischt. Ist der Farbton erreicht, so wird zum Erreichen der vorgesehenen Masse noch Silber und Kupfer beigemengt. Diese Metalle neutralisieren sich gegenseitig in der Farbgebung und haben kaum mehr Einfluss auf die endgültige Farbe.

Bei höherem Reinheitsgehalt wird auf Kupfer verzichtet. Die Zusammensetzung besteht aus 75 % Gold und 25 % Palladium. In einigen Varianten kann auch Silber einen zusätzlichen Anteil ausmachen. Diese hochwertige Palladium-Weißgoldlegierung macht einen Trauring zu einem wahren Schätzchen. Zusätzlich kann der Ring mit einer galvanischen Beschichtung, der sogenannten Rhodinierung, veredelt werden. Dadurch wird die Weißgold Zusammensetzung vor äußeren Einwirkungen geschützt.

Silberweißgold besteht hauptsächlich aus Silber und Gold. Mit einem Gold-Feingehalt von 33,3 Prozent, 59 Prozent und 75 Prozent werden verschiedene Farbtöne erreicht. So wird zum Beispiel der Farbton „Standard White“ bei 33,3er Silberweißgold erreicht. Diese Zusammensetzung hat allerdings einen höheren Silberanteil, sodass hier eher von einer 670er Silberlegierung die Rede ist.

Sparkle 0,15 ct. Solitärring aus 375 Weißgold mit Diamant (0,15 ct.)

Vorteile von Weißgoldschmuck

Die Beliebtheit dieses beständigen Materials hat in den letzten Jahren sehr stark zugenommen. Nicht zuletzt wegen seiner vorteilhaften Eigenschaften. So wird heutzutage eher auf Weißgoldringe zurückgegriffen. Der traditionelle Trauring hat aber immer noch seinen Reiz, hier kommt es ganz auf den individuellen Geschmack an.

  • Aufgrund der Platin- und Palladium-Bestandteile läuft das Material nicht an.
  • Mit einem 75-prozentigen Goldfeingehalt ist diese Zusammensetzung sehr hochwertig.
  • Je nach Legierungsanteil kann ein Weißgoldring oder Weißgoldschmuck günstiger sein als vergleichbarer Gold oder Platin Schmuck.
  • Im Vergleich zum Platin ist Weißgoldschmuck einfacher zu bearbeiten. Das macht sich insbesondere bei Gravuren bemerkbar.
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Rhodinierung – Ein Überzug, der es in sich hat

Eine zusätzliche Schicht aus Rhodium sorgt dafür, dass das Material besser geschützt ist und zudem noch zur Verbesserung der Farbe beiträgt. Rhodium ist ein Metall, das die ohnehin schon silberne Farbe noch kräftiger herausstechen lässt. Dieser Überzug nutzt sich allerdings nach einiger Zeit ab und entwickelt häufig einen dunklen Film, der sich über das Material legt. Diese matte Patina kann aber leicht mit einer neuen Rhodinierung behoben werden.

Links: Weißgoldring längsmattiert nicht rhodiniert (warm gelb-gräulich) Rechts: Weißgoldring längsmattiert rhodiniert (hält ca. 6 Monate)

Weißgold ist ein anpassungsfähiges Material und vielseitig in der Schmuckherstellung einsetzbar. Aufgrund der verschiedenen Legierungsanteile wie beispielsweise Weißgold 585 und andere Varianten, sind die Metall-Eigenschaften aber nicht immer gleich und variieren im Preis. So kommt es lediglich auf den Feingehalt des entsprechenden Goldanteils an, der sich auch im Preis widerspiegelt. Eine Weißgoldpalladiumlegierung ist in der Regel kostspieliger als Varianten mit Silber, dafür aber viel beständiger.


Bildquellen:
Beitragsbild: © New Africa – stock.adobe.com
Palladium Barren: © Maksym Yemelyanov – stock.adobe.com
Braut mit weißgoldenem Ehering: © fderib – stock.adobe.com
Weißgoldener Ring, drapiert auf Tuch: © Piman Khrutmuang – stock.adobe.com

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