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Welche Bedeutung hat die Verlobung?

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Was bedeutet es eigentlich, verlobt zu sein? Früher war es üblich, die Verlobung eines Paares offiziell bekannt zu geben und sie zu feiern. Heute wird seltener über die Verlobung gesprochen – dabei ist es nicht zu schaffen, ohne Verlobungszeit zu heiraten. Wieso alle verheirateten Paare eine Verlobungszeit erlebt haben und warum die Verlobung selbst mehr Beachtung verdient hat, erfahren Sie hier.

Die Bedeutung der Verlobung – früher und heute

Wenn zwei volljährige und unverheiratete Personen sich gegenseitig das Eheversprechen geben, sind sie verlobt. So einfach ist es. Und aus diesem Grund ist es nicht möglich, ohne vorherige Verlobung zu heiraten, weil es nahezu in jedem Fall eine Abstimmung dieser Art zwischen den zukünftigen Eheleuten gibt, bevor sie zum Standesamt gehen, um ihre Heirat anzumelden. Sollte diese Abstimmung in einzelnen Fällen nicht stattgefunden haben, gilt das Paar spätestens mit der Anmeldung der Hochzeit im Standesamt als verlobt.

Früher hing die wirtschaftliche und gesellschaftliche Absicherung einer Frau in einem nicht geringen Maße von ihrer Heirat ab. Daher wurde das Eheversprechen sehr ernst genommen und durfte nicht gebrochen werden. Ein Versprechen ist die Verlobung auch heute noch. Jedoch heiraten Paare heute in der Regel, weil sie sich lieben. Eine Absicherung der Frau über die Hochzeit ist nicht mehr erforderlich. Daher hat die Verlobung über die Jahre hinweg an Bedeutung verloren – was schade ist. In anderen Kulturen besitzt das Eheversprechen auch heute noch einen hohen Stellenwert und wird in größerem Rahmen gefeiert.

Die Verlobung ist nach wie vor ein sehr romantischer Moment zwischen Verliebten

Ein Blick auf die rechtliche Seite

Wenig bekannt ist, dass mit dem gegenseitigen Eheversprechen Rechte und Pflichten einhergehen. Bis 1998 gab es die Möglichkeit, Schadenersatz einzuklagen, wenn eine Verlobung gelöst wurde. Dies ist heute nicht mehr der Fall. Eine Verlobung kann geschlossen und wieder gelöst werden, ohne dass es einer besonderen Form bedarf. Schadenersatz kann jedoch in Fällen eingeklagt werden, in denen materielle Schäden tatsächlich entstanden sind, beispielsweise weil bereits Ausgaben für die Hochzeitsfeier angefallen sind oder weil einer der Partner wegen der geplanten Hochzeit umziehen musste.

Rechtlich gesehen gilt ein Paar als verwandt, wenn es sich verlobt hat. Dies bedeutet, dass die Partner nicht vor Gericht gegeneinander aussagen müssen. Im Falle eines Krankenhausaufenthaltes besteht jedoch kein automatisches Besuchsrecht oder Auskunftsrecht. Auch gibt es noch keine steuerlichen Vorteile.

Der richtige Ort für die Verlobung unterstreicht den romantischen Moment

Die Dauer der Verlobungszeit

Die Verlobung beginnt mit dem Heiratsantrag und kann auf zwei mögliche Arten beendet werden: durch eine Lösung der Verlobung oder indem das Paar heiratet. Eine zeitliche Vorgabe zum Zeitraum, in dem eine Hochzeit nach erfolgtem Eheversprechen spätestens stattfinden muss, gibt es nicht.

Die Verlobungszeit kann theoretisch über viele Jahre hinweg bestehen bleiben, bevor sich das Paar entschließt, zu heiraten. Dies ist in der Realität jedoch die Ausnahme. Rund 80% der Paare heiraten innerhalb eines Jahres nach ihrem Eheversprechen. Aus diesem Grund wird es oft als der Startschuss für die Vorbereitung der Hochzeit angesehen.

Ablauf der Verlobung

Hinsichtlich des Ablaufs des Hochzeitsantrags bestehen keinerlei Vorgaben. Das Paar kann sich beim gemeinsamen Spaziergang ohne jede Vorbereitung verloben, es kann aber auch ein aufwändiger und liebevoll gestalteter Heiratsantrag in der Öffentlichkeit gewählt werden. Wie das Paar diesen Schritt gestaltet, ist für die Gültigkeit des Eheversprechens nicht relevant. Erlaubt ist, was gefällt.

Anders sieht es aus, wenn der Heiratsantrag vom emotionalen Standpunkt aus betrachtet wird. Die Begeisterung für romantische Hollywood-Filme und das enorme Interesse an Verlobungen innerhalb der Königshäuser sprechen eine deutliche Sprache. Wenige Themen ziehen so schnell so viele Menschen in ihren Bann, wie ein romantischer Heiratsantrag. Wenn der Mann vor seiner Liebsten auf die Knie geht oder sie in anderer Form um ihre Hand bittet, halten die Zuschauer den Atem an. Ein hingebungsvoll vorgebrachter Wunsch, das weitere Leben mit der Partnerin teilen zu wollen, lässt die Herzen der Zuschauer höherschlagen. Es gibt kaum jemanden, der sich dieser Magie entziehen kann. Tief im Herzen der Menschen ist der Hochzeitsantrag auch heute noch ein Symbol für die ewige Liebe. Und als solcher hat er einen entsprechenden Stellenwert verdient.

Der Verlobungsring sollte mit Bedacht gewählt sein

Familien, die Wert auf Traditionen legen, räumen dem Heiratsantrag eine hohe Bedeutung ein. Hier wird es als selbstverständlich angesehen, dass die Eltern der Braut vor dem Antrag um ihr Einverständnis gebeten werden. Auch wird die Verlobungsfeier in größerem Rahmen gefeiert. Die Familie und die Freunde werden eingeladen, Karten mit der Verlobungsmitteilung werden verschickt, und dem glücklichen Paar werden Geschenke überreicht.

In anderen Familien spielt der Heiratsantrag keine oder nur eine untergeordnete Rolle, so dass kaum Notiz von dem Eheversprechen genommen wird. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten, mit dem Antrag umzugehen, gibt es unendlich viele Varianten, das Eheversprechen zu feiern. Da die Vorgaben nicht mehr so streng sind, kann das Paar oder der Partner, der den Antrag stellen möchte, seiner Phantasie freien Lauf lassen. Ob zu zweit bei einem schönen Essen zuhause, auf einer Grillparty mit Freunden, während einer Reise nach Paris, oder als Empfang mit vielen Gästen – es ist nahezu alles möglich, um den Hochzeitsantrag gebührend zu feiern.

Der Verlobungsring als Zeichen der unendlichen Liebe

Ein Ring ist nicht notwendig um sich zu verloben. Jedoch ist der Ring als das Symbol unvergänglicher Liebe der wohl bekannteste Teil eines Hochzeitsantrags. Früher war es Brauch, der Liebsten einen Verlobungsring zu schenken als Pfand für die versprochene Heirat. Auf diesem Brauch basiert der romantische Heiratsantrag, bei dem der Mann seiner Partnerin einen Ring überreicht. Ebenso schön ist auch die heute oft gewählte Variante, dass sowohl die Frau als auch der Mann sich zur Verlobung Partnerringe gönnen, um ihre gegenseitigen Liebe öffentlich zu zeigen. Im Gegensatz zu Trauringen wird der Verlobungsring an der linken Hand getragen.

Creeping Love

Vorgaben, wie der Ring bzw. die Ringe auszusehen haben, gibt es nicht. Vielmehr kommt es auf die Vorlieben und den Geschmack des Paares an. Möchte der Mann seine Partnerin mit einem Heiratsantrag überraschen, so kauft er oft einen Ring, den er ihr als Zeichen seiner Liebe bei seinem Antrag überreichen möchte. Um den passenden Ring auszuwählen, sind ein paar Vorüberlegungen hilfreich, da der Ring über einen langen Zeitraum getragen wird und daher zu seiner Trägerin passen sollte. Nicht ungewöhnlich ist die Möglichkeit, den Verlobungsring bei der Heirat als Trauring zu verwenden. in diesem Fall wird der Ring während der Trauung vom linken Ringfinger auf den rechten Ringfinger gesteckt. Ebenso ist es auch möglich, den Verlobungsring als Vorsteckring zum Trauring zu tragen oder ihn nach der Trauung weiter an der linken Hand zu tragen. Hier kann das Paar wählen, wie es vorgehen möchte.

Memoire Ring a' 0,04 ct. Memoire Ring a' 0,04 ct.


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Bild 1 (Verliebte am Ufer): © dobino – stock.adobe.com