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Der perfekte Ring

Welche Diamantzertifikate gibt es?

Analyse eines Diamanten - Diamantzertifikate

« Zertifizierte Diamanten geben Auskunft über Qualität und Herkunft »

Der Diamant gehört zu den wertvollsten und seltensten Materialien der Natur. Er gilt als Symbol für Schönheit, Eleganz und Dauerhaftigkeit. Dank seinem Funkeln und seiner Brillanz ist er bei der Schmuckherstellung sehr gefragt und verleiht Ringen, Armbändern oder Ketten als Edelstein das besondere Etwas. Für die Diamantqualität spielen die vier C: Cut (Schliff), Carat (Gewicht), Color (Farbe) und Clarity (Reinheit) eine wichtige Rolle und beeinflussen maßgeblich den Preis der Edelsteine. Da bereits feine Unterschiede einen massiven Einfluss auf den Preis haben können, gibt es Diamantzertifikate, die Aufschluss über die Qualität und die Herkunft geben. Doch auch bei der Diamantbewertung gibt es zahlreiche Unterschiede unter den Wettbewerbern, sodass es beim Verlobungsring kaufen oder bei der Bestellung von Eheringen online immer auf einige Dinge zu achten gilt. Einen Überblick über die gängigen Diamantzertifikate erhalten Sie hier.

Diamantzertifikate – der Pass des Edelsteins

Diamantzertifikate sind Dokumente, die durch ein gemmologisches Institut, einem Diamantsachverständigen oder durch ein Diamantlabor nach einer gründlichen Untersuchung der Diamantqualität erstellt wird. Diamantzertifikate sind sozusagen der Pass des Edelsteins, der Auskunft über die Echtheit, die Herkunft sowie die wertbestimmenden Qualitätsmerkmale gibt. Dabei wird der Edelstein nach weltweit festgelegten Kriterien unter Zuhilfenahme spezieller Lupen, Mikroskope und anderer Geräte überprüft und die festgestellten Eigenschaften dokumentiert. Neben den vorher genannten vier „C“ beschreiben Diamantzertifikate auch die Proportionen, die Symmetrie sowie die Exaktheit des Schliffs, die Politur, die Art und Lage der Einschlüsse sowie tiefergehende Informationen über den Edelstein. Für eine exakte Einordnung und die Zertifizierung ist daher ein unabhängiges und international anerkanntes Labor unerlässlich. Dabei haben sich drei Diamantlabore besonders etabliert.

Rohdiamanten mit typischer Oktaederform

GIA – das Gemological Institute of America

Das Gemological Institute of America, kurz GIA, wurde 1931 gegründet und ist heutzutage das bekannteste und angesehenste Institut der Welt. Es ist eine unabhängige, nicht kommerzielle Organisation mit Niederlassungen in allen relevanten Handelszentren. Diamanten mit einem GIA-Zertifikat haben die größte Wertbeständigkeit, da das Gemological Institute of America sehr präzise Gutachten erstellt und die festgelegten Bewertungskriterien am strengsten auslegt. Daher erzielen zertifizierte Diamanten dieser Kategorie in der Regel die höchsten Preise. Aufgrund dieser Tatsache eignen sich solche Edelsteine auch sehr gut als Wertanlage.

GIA Expertise für Diamanten

IGI – das International Institute of Gemology

Das International Institute of Gemology, kurz IGI, ist ein europäisches Labor mit Hauptsitz in Antwerpen und gehört zu den ältesten Instituten der Welt. Mit 16 Niederlassungen ist das IGI zudem die größte Organisation der Diamantbewertung. Aufgrund seiner effizienten Arbeitsweise wird das IGI besonders von Großhändlern sehr geschätzt. Allerdings wählt das Institut im Grenzfall eher eine bessere Bewertung, sodass die Farb- und Reinheitsbewertung im Vergleich zum Gemological Institute of America häufig mindestens eine Stufe besser ausfällt. Diese Faktoren sorgen dafür, dass diese Diamanten meist günstiger zu erwerben sind.

HRD – das Hoge Raad voor Diamant

Das Hoge Raad voor Diamant, kurz HRD, ist ebenfalls ein belgisches Labor mit Sitz in Antwerpen und besonders in Europa weit verbreitet und anerkannt. Das HRD arbeitet sehr genau und streng in der Bewertung und kann daher als europäisches Pendant zum GIA angesehen werden. Tendenziell bewertet HRD im oberen Bereich der Farbskala sogar etwas strenger, während es im unteren Bereich etwas weniger streng beurteilt. Aus diesem Grund ist auch die Diamantqualität etwas günstiger zu haben.

Mann analysiert Diamant mit Lupe - Diamantzertifikate

EGL, AGS und Co. – weitere Diamantzertifikate

Neben den international anerkannten Instituten gibt es zahlreiche weitere Zertifizierungsstellen, die sich um eine seriöse Zertifizierung verdient machen. Um auf dem hart umkämpften Markt bestehen zu können, neigen die kleineren Labore wie das European Gemological Laboratory allerdings dazu, eher milde Urteile zu fällen. Zwar sind die Unterschiede meist nicht dramatisch, aber im Bereich kritischer Grenzen kann bereits eine Stufe Unterschied den Marktwert erheblich beeinflussen. Auf diese Weise zertifizierte Diamanten können im kleinen Bereich zwar unbedenklich gekauft werden, bei größeren Edelsteinen sollten die Diamantzertifikate allerdings auf jeden Fall von den genannten renommierten Organisationen stammen.

Geschliffener Diamant mit Zertifikat - Diamantzertifikate

Diamantzertifikate: 4C-Bewertungskriterien

Damit ein Zertifikat einem Edelstein eindeutig zugeordnet werden kann, trägt es eine eigene Nummer, die häufig mit einem Laser auch in den Gürtel des Diamant, der Rundiste, eingraviert wird. Moderne Zertifikate sind dabei mit ähnlichen Sicherheitsmerkmalen wie Banknoten versehen, um Fälschungen vorzubeugen. Zudem enthalten sie die folgenden Qualitätsmerkmale:

Cut – der Schliff

Der Schliff ist eines der wichtigsten Kriterien, da er für das außergewöhnliche Feuer und Funkeln des Diamant verantwortlich ist. Neben Angaben zur Form enthalten Diamantzertifikate die Maße in Millimetern, Symmetrieeigenschaften sowie die Proportionen in Prozentwerten angegeben.

Natürliche Diamanten im Brillantschliff - Diamantzertifikate

Carat – das Gewicht

Das Gewicht wird auf zwei Dezimalstellen genau und in der Maßeinheit Karat angegeben, wobei ein Karat einem Gewicht von 0,2 Gramm entspricht. Da gute Diamanten Normgrößen besitzen, kann von der Karatzahl auf die ungefähre Größe geschlossen werden. Mit zunehmendem Gewicht steigen dabei die Preise überproportional an.

Diamant liegt auf Präzisionswaage

Color – die Farbe

Die Farbskala reicht von „hochfeinem Weiß“, das mit dem Buchstaben D gekennzeichnet wird, über „feines Weiß“ bis hin zu „getöntem Weiß“. Je feiner das Weiß ist, desto wertvoller ist auch der Diamant, da er das Licht im Farbspektrum des Regenbogens wiedergibt. Die Bewertung der Farbe erfolgt dabei anhand geprüfter Mustersteine, wobei die Farbstufen D, E und F als farblos eingestuft werden und damit am hochwertigsten sind.

Ein farbloser Ring ist in der Regel hochwertiger als ein Diamant der weniger farblos ist

Clarity – die Reinheit

Bei der Reinheit geht es um Merkmale wie kristalline Einschlüsse, punktförmige Einschlüsse oder Wolken oder bestimmte Risse. Die Reinheitsgrade reichen dabei von „Lupenrein“ bis hin zu „Piqué 3“, wobei die Skala zehn Stufen besitzt. Lupenrein bedeutet dabei, dass selbst unter zehnfacher Vergrößerung keine inneren Merkmale erkennbar sind.

Zertifizierte Diamanten – Wichtigkeit der Herkunft

Das Mineral ist ein natürlich vorkommender Stoff, dessen Vorrat aus diesem Grund begrenzt ist. Entsprechend hart umkämpft war der Diamantmarkt in Zeiten des Rechts des Stärkeren. Minen, Abbau und Handel von Edelsteinen verlief lange alles andere als friedlich. Zahlreiche Rebellenbewegungen haben ihre militärischen Aktivitäten mit illegal geschürften Diamanten finanziert. Um den Handel mit diesen Blutdiamanten zu unterbinden, spielt das Herkunftsland eine entscheidende Rolle. Daher sollte beim Kauf der Edelsteine bis heute immer auf eine ethisch faire und korrekte Bezugsquelle geachtet werden. Zertifikate geben hier Auskunft über den legalen und menschenrechtlich korrekten Vorgang beim Schürfen.

7Diamonds Brillantring aus 585 Weißgold mit Diamant (0,04 ct. + 0,12 ct.)

Diamantzertifikate – preisrelevant und wichtig

Der Kauf eines Diamanten ist eine bedeutende und ebenso komplexe Entscheidung. Schließlich möchte man ein Leben lang das Funkeln und Strahlen genießen. Diamantzertifikate bringen hier Licht ins Dunkel und helfen mit ihrer Diamantbewertung beim Aussuchen. Besonders wichtig ist hier der ethisch faire Abbau sowie ein international anerkanntes Zertifizierungsinstitut. Zwar sind die Preise oft etwas teurer, dafür besitzt man die Sicherheit und die Bestätigung der Qualität.


Bildquellen:
Beitragsbild: © poco_bw -stock.adobe.com
Diverse Roddiamanten: Ptukhina Natasha – CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=31159305
Mann untersucht Diamant: © Anna Dufour – stoc.adobe.com
Geschliffener Diamant, gehalten von Pinzette: © Björn Wylezich – stock.adobe.com
Natürliche Diamanten im Brillantschliff : Mario Sarto –  CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1015397
Präzisionswaage: © Tinichan – stock.adobe.com
Oktaedrischer Diamant von etwa 1,8 Karat: StrangerThanKindness, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14173725

 

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