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Zirkon, Zirkonia, Diamant

« Wie erkennt man den Unterschied »

Zirkon und Zirkonia – ist das nicht dasselbe? Und was haben beide mit Diamanten zu tun? Viele Fragen kreisen um diese drei Edelsteinbezeichnungen. Wir schauen genauer hin und erklären Ihnen die Unterschiede.

Zirkon – das älteste Mineral der Welt

Die ersten Zirkone sind vor über 4 Milliarden Jahren entstanden. Damit ist er der älteste, bekannte Edelstein der Welt. Schon in antiken Schriften finden sich Aufzeichnungen, in denen Steine erwähnt werden, bei denen es sich um den Zirkon handeln könnte. Sehr beliebt als Schmuckstein war dieser Edelstein im 16. Jahrhundert. Auch später im viktorianischen Zeitalter erfreute er sich großer Beliebtheit.

Natürliches Zirkon im ungeschliffenen Zustand

Etwas verwirrend sind die unterschiedlichen Namen, hinter denen sich dieser wunderschöne Stein verbirgt:

  • der Jargon ist farblos bis gelb,
  • der Tiefzirkon ist grün,
  • der Hyazinth ist orange bis rot,
  • der Starlit ist blau

Besonders häufig kommen in der Natur braune Steine vor. Farblose oder bunte Zirkone sind selten.

Der Zirkon ist in seinen Eigenschaften dem Diamanten sehr ähnlich. Er verfügt über einen sehr hohen Brechungsindex, der dafür verantwortlich ist, dass dieser Schmuckstein eine so beliebte Alternative zu dem Diamanten ist. Der Brechungsindex kennzeichnet die Brillanz: je höher der Brechungsindex, desto größer die Brillanz und das Feuer eines Edelsteins. Und da er sich ähnlich komplex schleifen lässt wie ein Diamant, steht er diesem in seiner Schönheit um nichts nach und wird deshalb gerne auch für den Verlobungsring gewählt.

Zirkonia – der synthetische Schmuckstein

Hier machen zwei angehängte Buchstaben einen gewaltigen Unterschied! Zirkonia, also mit „ia“ hinten, ist ein synthetischer Edelstein und wird im Labor hergestellt. Auf der Suche nach einem Ersatz für Diamanten gelang es sowjetischen Forschern im Jahr 1973 zum ersten Mal, Zirkoniakristalle herzustellen. Hierzu verbanden sie in einem chemischen Prozess unter anderem Zirkoniumdioxid mit Calciumoxid. Durch das Hinzufügen von weiteren Elementen entstehen Zirkoniasteine in den verschiedenen Farben, wie beispielsweise:

Synthetischer Schmuckstein: Zirkonia

  • gelb durch die Zugabe von Eisen,
  • violett bis blau durch die Zugabe von Cobalt,
  • grün durch Vanadium.

Durch die ständige Optimierung des Produktionsprozesses ist Zirkonia heute ein sehr beliebter, hochwertiger Schmuckstein. Da er sehr preisgünstig ist, wird er insbesondere von der Modeindustrie gern und häufig verwendet. Insbesondere farblose Steine erscheinen sehr diamantähnlich. Das ungeübte Auge wird auf den ersten Blick nicht sofort den Unterschied zum Diamanten erkennen können. Legt man die Steine jedoch nebeneinander, fällt der Unterschied sofort auf. Während der Diamant durch sein reines Feuer und sein Strahlen auffällt, erscheint der Glanz des Schmucksteins eher glasartig zu sein und zuweilen sogar ein wenig fettig. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die fehlende Härte des synthetischen Steins, durch die Kratzer und andere Gebrauchsspuren nicht verhindert werden können.

Der Diamant – das Original

Diamanten sind etwa eine Milliarde Jahre alt. Sie bestehen aus Kohlenstoff und wurden in sehr großer Tiefe, bei hohem Druck und enormer Hitze geformt. Der Diamant ist bekannt als der härteste Edelstein der Welt und zieht durch sein Funkeln Menschen schon immer in seinen Bann. Aufgrund der Schönheit und Härte wurden Diamanten zum Symbol für die unvergängliche Liebe und damit zum klassischen Stein für den Verlobungsring oder den Ehering.

Ein geschliffener Diamant

Auch diesen Stein gibt es wie den Zirkon in Farben. Sie werden als fancy diamonds bezeichnet. Der Klassiker ist jedoch farblos. Durch seine Struktur ist es möglich, diesen Schmuckstein mit sehr komplexen Schliffen zu formen. Ein erfahrener Juwelier kann aus einem Rohdiamanten ein außergewöhnliches Stück herausarbeiten, indem er ihn so schleift, dass seine Vorzüge hervorgehoben werden und störende Einschlüsse sich möglichst an Stellen befinden, an denen sie die Schönheit des Steins nicht beeinträchtigen. Am bekanntesten ist hier der Brillantschliff, der durch seine über fünfzig Facetten für das reine Funkeln und Strahlen dieses außergewöhnlichen Edelsteins verantwortlich ist. Auch den Zirkon gibt es mit Brillantschliff. Es handelt sich dann aber trotzdem um keinen echten Brillanten!

Luxuriöse Verlobunsgringe

Welcher Stein für den Verlobungsring?

Der Heiratsantrag ist ein ganz besonderer Moment im Leben. Man gesteht seine Liebe zueinander und verspricht, den Rest des Lebens gemeinsam zu verbringen. Der Verlobungsring symbolisiert diese unvergängliche Liebe und zeigt allen, dass das Paar nun zusammengehört. Ein Verlobungsring auch ganz schlicht gehalten sein oder auch extravagant mit bunten Edelsteinen. Erlaubt ist, was gefällt. Wichtig ist, dass der Ring zu seiner Trägerin passt, denn er begleitet sie ein Leben lang. Oft wird der Verlobungsring am Tag der Trauung von der linken Hand auf die rechte Hand gesteckt und dient fortan als Ehering. Aber auch als Vorsteckring oder parallel zum Ehering an der linken Hand ist er oft zu finden.

Verlobungsring mit großem Schmuckstein

Dieser besondere Ring wird täglich über viele Jahre getragen. Dies verlangt ihm einiges ab, wodurch sich die Auswahl der in Frage kommenden Steine schon reduziert. Zirkon und Zirkonia sehen sich zwar ähnlich, jedoch gibt es große Unterschiede in ihrer Haltbarkeit. Wie oben schon beschrieben ist der synthetisch hergestellte Schmuckstein zwar auf den ersten Blick sehr schön, jedoch zeigt er bei genauerem Hinsehen deutliche Schwächen hinsichtlich der Robustheit und der Schönheit. Ein solcher Stein sollte für den Verlobungsring daher nur gewählt werden, wenn wirklich keine Alternativen zur Verfügung stehen.

Klassische Verlobungsringe

Eine preisgünstige Alternative zu einem Diamanten kann ein Zirkon sein, der diesem in weiten Teilen ähnelt. Jedoch ist ihm der Diamant an Haltbarkeit deutlich überlegen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Härte sieht dieser ungewöhnliche Edelstein auch nach Jahren des Tragens noch aus wie neu. Wirklich ausschlaggebend für die Beliebtheit des Steins sind jedoch seine Schönheit und Brillanz, die sich mit keinem anderen Stein vergleichen lassen. Das magische Feuer und die zeitlose Eleganz machen den Diamantring zu einem wandlungsfähigen Klassiker, der sowohl mit schlichten Edelmetallringen wunderbar harmoniert als auch mit trendigen schwarzen Carbonringen.


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Ungeschliffenes Zirkon: © imfotograf – stock.adobe.com
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