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Angst vor der Hochzeit

« Kalte Füße oder nur Nervosität? »

Der große Tag rückt näher, die Planungen laufen auf Hochtouren. Familie und Freunde freuen sich auf die Hochzeitsfeier – und plötzlich ist da diese Angst vor der Hochzeit. Handelt es sich um eine begründete Angst oder ist das nur Lampenfieber? Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie dies unterscheiden können und wie Sie mit den großen und kleinen Sorgen vor diesem wichtigen Tag umgehen können.

Lampenfieber oder ernsthafte Zweifel?

Sie haben sich über den Hochzeitsantrag gefreut, lieben Ihren Verlobungsring und haben sich Kopf über in die Planungen zur Hochzeitsfeier gestürzt. Aber plötzlich taucht Angst in Ihnen auf. Erst ist es nur ein seltsames Gefühl, aber dann wird es stärker und lässt sich nicht mehr einfach zur Seite schieben. Was nun? Beim Umgang mit Ängsten hilft oft nur eins: Schauen Sie hin! Setzen Sie sich mit Ihren Ängsten auseinander. Indem Sie konkret mit der Angst vor der Hochzeit arbeiten, verliert sie oft schon viel von Ihrer Bedrohung, weil sie sachlich betrachtet wird.

Lampenfieber

Wenn Sie zu den etwas ängstlichen Menschen gehören, kann Ihnen der Gedanke an die große Feier mit all den Menschen einige Sorgen bereiten. Auch fühlt sich nicht jeder wohl, wenn er im Mittelpunkt steht. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über diese Angst und nehmen Sie auch vertraute Personen aus dem Freundes- und Familienkreis mit ins Boot. Diese Personen können Ihnen an dem großen Tag als helfende Hände zur Seite stehen. Schon das Wissen, dass Sie nicht alles allein bewältigen müssen, wird Ihr Lampenfieber dämpfen. Nervosität und Sorgen können auch auftauchen, wenn Sie eine perfektionistische Ader haben. Die Hochzeitsfeier zu planen ist nicht leicht. Vieles ist zu beachten, und am Ende soll alles perfekt sein. Aber was ist, wenn etwas schiefgeht?

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Machen Sie sich klar, dass auch bei einer durchorganisierten Hochzeit Fehler passieren können. Und das ist auch gut so! Denn gerade diese kleinen (oder größeren) Pannen werden dafür sorgen, dass Ihre Hochzeitsfeier einmalig ist, und dass Ihre Gäste noch Jahre später über die tolle Feier mit den kleinen „Extras“ sprechen werden. Ihre Beziehung ist schon seit langer Zeit wunderschön, Sie haben sich über den Heiratsantrag und über den Verlobungsring gefreut, und es gibt auch während der Vorbereitung auf die Hochzeit viele innige Momente und Romantik. Aber Sie haben trotzdem Zweifel, ob es richtig ist, zu heiraten Auch in diesem Fall dürfte es sich bei Ihrer Angst um Lampenfieber handeln! Gehen Sie Ihre Beziehung in den Monaten und Jahren vor dem Heiratsantrag in Gedanken durch. Wenn Sie während der meisten Zeit glücklich mit Ihrem Partner waren und es auch jetzt sind, dann haben Sie es wahrscheinlich nur mit einem typischen Fall von Lampenfieber zu tun.

Angst vor der Hochzeit – oder vor dem Leben nach der Trauung?

Die oben genannten Anzeichen von Lampenfieber treffen auf Sie zu, aber dahinter liegt noch eine andere Angst? Oder Sie sind sicher, dass Sie kein Lampenfieber haben? In diesem Fall sollten Sie Ihre Furcht genauer unter die Lupe nehmen! Wenn Sie als Kind die Trennung Ihrer Eltern erlebt haben, kann sich diese Erfahrung als eine unterschwellige Bindungsangst festgesetzt haben. Möglicherweise halten Sie tief in Ihrem Inneren eine wirklich beständige Liebe für unmöglich, weil Sie erlebt haben, dass eine Ehe scheitern kann. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Bedenken! Falls Sie sich nicht in der Lage sehen, zusammen mit Ihrem Partner diese Situation bewältigen zu können, holen Sie sich professionelle Hilfe. Eine Paarberatung oder ein Coaching können neue Denkanstöße liefern und helfen, alte Erfahrungen loszulassen.

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Vielleicht haben Sie auch das Gefühl, dass Ihre Hochzeitsangst von Ihrer insgeheim gehegten Überzeugung herrührt, dass Sie Ihr eigenes Leben nach dem Heiraten aufgeben müssen. Da hilft nur eins: planen Sie zusammen das Leben nach der Trauung! Dieser Schritt geht in der Freude auf die Feier oft verloren. Holen Sie ihn nach und erarbeiten Sie gemeinsam ein Modell des Zusammenlebens, mit dem Sie beide glücklich sind. Vielleicht möchten Sie eine Woche Urlaub pro Jahr für sich allein haben, oder Ihr Partner möchte nicht auf den Sport oder andere Unternehmungen mit seinen Freunden verzichten. Analysieren Sie die wichtigsten Wünsche und planen Sie Ihr Zusammenleben nach der Trauung so, dass es für Sie beide passt.

Grundsätzliche Bedenken

Hochzeitsangst kann auch durch grundsätzliche Bedenken bezüglich der Partnerwahl ausgelöst werden. Bevor Sie in diesem Fall den Schritt wagen und heiraten, sollten Sie ehrlich mit sich sein! Haben Sie in der Vergangenheit Zweifel an der Treue Ihres Partners gehabt? Oder haben Sie das Gefühl, dass Sie immer nur an zweiter Stelle stehen und dass Ihrem Partner die Arbeit, seine Freunde oder seine Familie wichtiger sind als Sie? Eine Möglichkeit, einen klaren Blick zu bekommen, ist das gute alte Tagebuch. Nehmen Sie sich Zeit für sich und schreiben Sie auf, was in der Vergangenheit passiert ist, was Ihnen Kummer oder Ärger bereitet hat, und warum dies so auf Sie gewirkt hat.

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Werden Sie dabei konkret. Wo waren Sie zu dem Zeitpunkt? Was hat Ihr Partner gesagt oder getan? Wie haben Sie sich gefühlt? Wie haben Sie reagiert? Nach dieser Analyse schauen Sie in die Zukunft. Stellen Sie sich einen Tag in Ihrem Leben als Ehepaar vor. Wie sieht Ihr Zusammenleben vor dem Hintergrund der Persönlichkeit und der Stärken und Schwächen Ihres Partners aus? Versuchen Sie, so objektiv wie möglich zu sein. Schreiben Sie diesen Tag in der Zukunft ebenfalls auf. Möchten Sie mit dieser Zukunft leben? Falls Sie an einer Stelle Zweifel haben, sprechen Sie mit Ihrem Partner und schauen Sie, ob Sie eine gemeinsame Linie finden können, bevor Sie heiraten.

Die Angst vor der Hochzeit sollten Sie als Chance wahrnehmen

Der wichtigste Rat im Umgang mit der Angst vor der Hochzeit ist, sich ihr zu stellen. Wenn Sie Ihre Hochzeitsangst verdrängen, wird sie sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder melden – es sei denn, es handelt sich tatsächlich nur um Lampenfieber. Sprechen Sie mit Ihrem Partner über Ihre Sorgen. Oft können auch enge Freunde oder Familienangehörige helfen, die eine andere Sicht auf die Dinge haben. Sollten Sie feststellen, dass Sie es mit tiefsitzenden und schweren Ängsten zu tun haben, holen Sie professionelle Hilfe hinzu! Die meisten Ängste lassen sich gemeinsam bewältigen.

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Voraussetzung, um diese Herausforderung meistern zu können, ist gegenseitiges Vertrauen und das Wissen, dass man liebt und geliebt wird. Betrachten Sie den Umgang mit Ihren Ängsten als Übung für Ihre Partnerschaft. Auch im Leben mit Eheringen wird es schwierige Zeiten geben, die Sie gemeinsam bewältigen müssen. Der Umgang mit Ihrer Angst sollte da keine Ausnahme sein. Ihre Partnerschaft wird an dieser Aufgabe wachsen. Und falls sie es nicht tut, wissen Sie, dass Ihre Angst begründet war und dass sie Sie vor einer falschen Entscheidung bewahrt hat.


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