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Die perfekte Gelegenheit

Verlobung bei gleichgeschlechtlichen Paaren: Wer fragt?

Nicht erst seitdem in Deutschland auch gleichgeschlechtliche Paare den Bund der zivilen Ehe eingehen können, besteht für homosexuelle Paare die Möglichkeit, sich offiziell und rechtskräftig zu verloben. Die Frage welcher Partner den Heiratsantrag stellt, ist dabei nicht so einfach zu beantworten, da eine entsprechende Tradition noch nicht besteht. In diesem Artikel erhalten Sie Tipps zu der Frage, wer den ersten Schritt machen sollte.

Verlobung gleichgeschlechtlicher Paare seit 2005 möglich

Am 01. Oktober 2017 trat in Deutschland endlich ein lange eingefordertes Gesetz in Kraft, das gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht zur Eheschließung einräumt. Zuvor waren es ausschließlich die sogenannten eingetragenen Lebenspartnerschaften, die es homosexuellen Paaren ermöglichten, ihre Partnerschaft zivilrechtlich anerkennen zu lassen.

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Das neue Recht, den Bund der Ehe zu schließen und offiziell die Hochzeitsringe austauschen zu können, wird als wichtiger Schritt zur Gleichberechtigung heterosexueller und homosexueller Paare eingestuft. Ein Schritt gegen festgefahrene Sitten, hin zu Offenheit, Toleranz und dem einzig wichtigen Faktor, der unser Handeln bestimmen sollte: der Liebe. Übrigens gibt es das Recht auf Verlobung für gleichgeschlechtliche Paare bereits seit 2005, im Rahmen der eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Besonders bei gleichgeschlechtlichen Paaren ist die Verlobung sehr beliebt

Viele homosexuellen Paare wünschen sich, Ihre Regenbogenhochzeit nach den klassischen Sitten und Gebräuchen zu begehen. Die Verlobung spielt dabei, ebenso wie bei heterosexuellen Paaren, eine bedeutende Rolle. Tatsächlich ist ein Heiratsantrag mehr als die alles entscheidende Frage, ob man das weitere Leben miteinander verbringen möchte.

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Zum einen ist es ein wunderbares und sehr romantisches Ritual, das sich mit dem Überreichen des Verlobungsrings verbindet. Eine Verlobung bedeutet für gleichgeschlechtliche, wie auch für heterosexuelle, Paare aber auch rechtliche Konsequenzen. So profitieren die Lebenspartner nach Ihrer Verlobung zum Beispiel vom Zeugnisverweigerungsrecht.

Wer macht den Antrag?

Bei gleichgeschlechtlichen Paaren kann man für die Beantwortung der Frage, wer den Antrag üblicherweise zu stellen hat, nicht auf die althergebrachte Rollenverteilung zurückgreifen. Das hat den Vorteil, dass man ganz auf sein Herz und seine Intuition hören kann. Im einfachsten Fall gilt also: wer das starke Bedürfnis hat, mit dem Partner den Bund der Ehe einzugehen, fragt. Oder gibt zumindest ein- oder zweideutige Hinweise, dass er oder sie gefragt werden möchte, für den Fall, dass er oder sie selbst zu schüchtern ist. Im Zweifelsfalle gilt: Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg.

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In Gesprächen über andere Paare, über Hochzeiten oder Verlobungen im Fernsehen und in Filmen, lassen sich oft Tendenzen erkennen, welcher Part des Paares lieber gefragt werden möchte. Wenn auch das nicht zur Klarheit führt, sollte erwogen werden, ein offenes Gespräch zu führen, das alle Zweifel beseitigt. Eine solche Unterhaltung bedeutet nicht gleichermaßen, dass die Überraschung eines Antrags verloren geht. Im Gegenteil: so kann sich eine reizvolle Spannung und jede Menge Vorfreude aufbauen, da ein Part nun ständig auf den bevorstehenden Heiratsantrag wartet.

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Eigentlich wird die Angelegenheit rund um den Hochzeitsantrag nur dann verzwickt, wenn sich herauskristallisiert, dass beide Partner gefragt werden möchten. Aber auch dafür gibt es Lösungen. Zum Beispiel können sich beide Partner gegenseitig fragen. Das gelingt, wenn die Verlobung gemeinsam geplant wird. Was auf den ersten Blick womöglich weniger romantisch wirkt, kann zu einem wahren Feuerwerk der Gefühle werden. Nämlich dann, wenn jeder gleichermaßen seine Ideen und persönlichen Vorlieben einbringen kann, um Kulisse und Ablauf des Verlobungsantrages zu planen.

Szenarien für den Heiratsantrag

Die perfekte Verlobung für gleichgeschlechtliche Paare ist geprägt von Persönlichkeit und Individualität. Wie auch bei der Regenbogenhochzeit kann man hier ohne Weiteres vom Protokoll abweichen. Oft gilt dennoch: klassische Rituale und Elemente, wie der Kniefall und der Ring im Etui dürfen nicht fehlen.

Klassische Anträge

Am Strand, vor dem Eifelturm oder bei einem besonders eleganten Candle-Light-Dinner – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einen Hochzeitsantrag klassisch umzusetzen. In der Regel wartet man hier darauf, dass es dunkel wird. Dezente Lichter von Kerzen oder Laternen sorgen für eine romantische Stimmung. Genau die richtige Atmosphäre für Augenblicke voller Intimität und intensiver Zweisamkeit.

Exklusive Verlobungsringe mit Edelsteinen

Wenn dann die Herzen immer höher schlagen, ist der richtige Moment gekommen. Jetzt heißt es, die richtigen Worte zu finden, auf die Knie zu gehen und um die Hand des Liebsten oder der Liebsten anzuhalten. Das Anstecken des Ringes komplettiert diesen unvergesslichen Moment.

Außergewöhnliche Anträge

Eine Verlobung für gleichgeschlechtliche Paare ist keiner Tradition verpflichtet, das erlaubt Freiheiten. So kann die Verlobung begangen werden, indem man auf besondere Weise um die Hand des anderen Parts anhält. Dabei muss der Antrag nicht besonders pompös oder berauschend sein. Manchmal können auch Blicke genügen, um ein Eheversprechen auszutauschen. Wichtig ist es im Grunde nur, bei einem Heiratsantrag auf die Wünsche und die Persönlichkeit des Partners einzugehen.

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Fragen Sie zum Beispiel auch in einem völlig unerwarteten und zugleich besonders glücklichen Moment, etwa während des gemeinsamen Besuchs eines Konzertes. Selbstverständlich ist auch hier der obligatorische Kniefall und natürlich der Ring angebracht. Wenn der Hochzeitsantrag sehr spontan gestellt wird, ist es ein besonders schönes Ereignis, im Nachhinein gemeinsam die Ringe auszusuchen.

Die Verlobungsringe

Paare, die gleichgeschlechtlich sind, haben gesonderte Ansprüche an ihre Verlobungsringe. Während lesbische Paare häufig ein Set Damenringe wählen, eignet sich für schwule Lebenspartner ein Set mit Herrenringen. Besonders romantisch ist es, wenn die Ringe identisch sind. Das steht symbolisch für eine perfekte Symbiose. Ebenso legitim sind unterschiedliche Ringe, die den persönlichen Geschmack des Trägers berücksichtigen. Ein Verlobungsring hat schließlich nicht allein symbolische Bedeutung.

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Der Ring ist auch ein Schmuckstück, das man immer gerne tragen möchte. Auch für Herren gibt es zum Beispiel Verlobungsringe mit dem klassischen auffälligen Diamanten-Dekor. Ein raffinierter Blickfang sind übrigens solche Verlobungsringe, deren Gravuren ein Bild oder ein Symbol ergeben, sobald man sie zusammenhält.

Übrigens: Nicht immer tragen beide Partner einen Verlobungsring. Das gilt auch für Paare, die gleichgeschlechtlich sind.


Top Informationen zum Verlobungsring:

Welche Hand ist die Richtige?
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Beitragsbild: © Tony Marturano – stock.adobe.com
Homosexuelle Hochzeit: © Phase4Photography – stock.adobe.com
Ringe zur Regenbogenhochzeit: © antic – stock.adobe.com
Antrag eines gleichgeschlechtlichen Paares: © ajr_images – stock.adobe.com
Regenbogenhochzeit zweier Bräute: © www.jh-photo.de – stock.adobe.com

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